+
Mit dem Ausgang der Partie zufrieden: Lilien-Coach Dirk Schuster.

Magdeburg - Darmstadt

Stress in Magdeburg

  • schließen

Darmstadt-Fans geraten mit Polizei aneinander. Über die Vorkommnisse in Magdeburg gibt es unterschiedliche Aussagen.

Der SV Darmstadt 98 hat den Erstrunden-K.o. im DFB-Pokal abgewendet, sich in Magdeburg aber keine Freunde gemacht. Zwar rangen die Lilien den Zweitligakonkurrenten 1. FC Magdeburg mit 1:0 (1:0) nieder und zogen damit, im Gegensatz zum Vorjahr, als man bei Jahn Regensburg ausschied, in die zweite Runde des Wettbewerbs ein. Doch Darmstädter Fans sorgten für Ausschreitungen und Ärger bei der Magdeburger Polizei.

Nach deren Angabe hatten 20 sogenannte Risikofans aus Südhessen einen Weg in der Nähe der Magdeburger Arena blockiert. Nachdem sie der Aufforderung der Polizei zur Räumung nicht nachgekommen seien, hätten Beamte sie vom Weg gedrängt. Dabei sei es zu massivem Widerstand seitens der Gästefans gekommen, wie ein Polizeisprecher mitteilte. 

„Nach derzeitigem Kenntnisstand stellen sich die Geschehnisse für uns anders dar als in der öffentlichen Stellungnahme seitens der Polizei. Derzeit sind wir noch dabei, den Vorfall weiter aufzuarbeiten und Erkenntnisse zusammenzutragen“, erklärte Darmstadts Präsident Rüdiger Fritsch am Sonntag auf dpa-Anfrage. Einen Tag später veröffentlichte der Klub eine Stellungnahme auf seiner Homepage.

Nach Angaben der Ordnungskräfte sollen durch Schläge, Tritte und Wurfgeschosse zwei Polizeibeamte verletzt worden sein, einer von ihnen sei nicht mehr dienstfähig. Zudem wurden laut Polizei zwei Darmstadt-Fans verletzt, zwei in Gewahrsam genommen und sechs Anzeigen gestellt.

Sieg „nicht unverdient“

Auf dem Spielfeld bekamen die Gäste davon natürlich nur wenig mit, auch wenn die anwesenden Lilien-Fans aufgrund der Vorfälle ihrem Team keine aktive Unterstützung gaben. „Ich denke, wir haben ein sehr intensives Spiel gesehen, in dem sich beide Mannschaften auf Augenhöhe nichts geschenkt haben. Ich denke, der Sieg war auch nicht unverdient“, sagte Trainer Dirk Schuster.

Tobias Kempe hatte die Hessen bereits in der dritten Minute durch einen verwandelten Foulelfmeter in Führung gebracht, Marvin Mehlem, für Yannick Stark neu in der Startelf, war gefoult worden. Der knappe Vorsprung hielt dank großem Einsatz und Leidenschaft bis zum Ende. „Wir mussten mit allen Mann bis zum Ende verteidigen. Heute haben wir wieder gezeigt, was uns ausmacht“, sagte Kempe. In der ersten Halbzeit dominierte allerdings der Aufsteiger aus Magdeburg, und dass der Ausgleich nicht fiel, lag nur am starken Darmstädter Torwart Daniel Heuer Fernandes. Erst nach der Pause wurden die Lilien besser und verdienten sich das Weiterkommen. (mit dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion