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Strenge Lehrer: Dirk Schuster (links) und Co Sascha Franz.

Darmstadt 98

Steiniger Weg bis zum Ziel

Die Lilien machen sich in Antalya fit für die Rückrunde. Trainer Dirk Schuster will erst einmal "an der Teamleistung schrauben, an der Mentalität, an der Fitness."

Bei strömendem Regen und vor etwa 50 Fans ist der SV Darmstadt 98 ins Fußballjahr 2016 gestartet. Der Aufsteiger begann bereits am Samstag die Vorbereitung auf die Bundesliga- Rückrunde. „Mit 18 Punkten liegen wir im Soll. Aber wir wissen auch, dass es noch ein sehr langer, harter und steiniger Weg werden wird, bis wir unser Ziel Klassenerhalt erreichen. Deswegen haben wir auch heute schon mit dem Training angefangen“, sagte Trainer Dirk Schuster.

Kapitän Aytak Sulu betonte: „Wir sind noch ein Stück weg vom Wunder Klassenerhalt. Die kommenden Monate müssen wir nochmals richtig Gas geben.“ Die Mannschaft sei „gut genug als Team, die Klasse zu halten. Wir gehen jedes Spiel an, als wäre es unser letztes.“
Bei der einstündigen Übungseinheit am Böllenfalltor fehlten Flügelmann Marcel Heller (Erkältung) und Mittelfeldspieler Mario Vrancic (Ohr-Operation). Angreifer Sandro Wagner (Sprunggelenkprobleme) absolvierte nur eine Laufeinheit. Beim Lauftraining der Mannschaft am Sonntagmorgen waren jedoch Vrancic und Wagner dabei, nur Heller fehlte. Das Trio flog jedenfalls mit ins Trainingslager nach Antalya in die Türkei, wo heute die erste Einheit ansteht.

Hoffnung auf ein Schnäppchen

„Wir wollen in der Vorbereitung die Probleme, die wir in der Hinrunde hatten, minimieren und an unseren Stärken arbeiten“, sagte Schuster und kündigte an: „Aber wir werden unseren Stil grundsätzlich nicht verändern.“ Mit viel Einsatz und unbändigem Willen wollen die Darmstädter auch in der zweiten Saisonhälfte ein unbequemer Gegner sein. Der Härtetest für den Pflichtspielalltag steht am 16. Januar gegen den Zweitligisten 1. FC Nürnberg an. Am 23. Januar geht es dann bei Hannover 96 mit dem neuen Trainer Thomas Schaaf los.

Derzeit arbeitet der Chefcoach mit einem unveränderten Kader, auch wenn Darmstadt wieder einmal auf ein Schnäppchen hofft. „Wir halten Augen und Ohren offen, um uns qualitativ zu verbessern. Doch solche Spieler sind für mich noch nicht sichtbar. Sie werden vielleicht erst zum Ende der Transferperiode auf den Markt kommen“, sagte Schuster. Man halte die Augen nach Verstärkungen für die linke Abwehrseite sowie für die Offensive offen.

Mit Blick auf ein kolportiertes Interesse englischer Vereine an Wagner habe es laut Schuster weder für den Stürmer noch für einen anderen Spieler eine offizielle Anfrage gegeben. Es sei deswegen „unnütze Energievergeudung“, sich mit solchen Fragen zu beschäftigen. „Wir wollen grundsätzlich überhaupt keinen Spieler abgeben. Die Spieler wissen, was sie an Darmstadt haben. Wir wissen, was wir an den Spielern haben.“

Jetzt will Schuster erst einmal „an der Teamleistung schrauben, an der Mentalität, an der Fitness. Aber natürlich entwickeln wir uns auch fußballerisch“. (dpa)

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