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Völlig frei: Fabio Coltorti (links) vor Christian Mathenia.
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Völlig frei: Fabio Coltorti (links) vor Christian Mathenia.

Darmstadt 98

Nach dem Frust ein neues Ziel

Nach der unglücklichen Niederlage in Leipzig konzentrieren sich in Darmstadt alle auf das Spitzenspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern .

Von Christoph Sicars

Eigentlich war das Spiel schon rum, es liefen buchstäblich die letzten Sekunden, als Leipzigs Torhüter Fabio Coltorti wie ein aufgeregtes Hühnchen durch den Strafraum der Darmstädter rannte. Eigentlich wollte der ehemalige Schweizer Nationaltorhüter nur etwas Verwirrung stiften, dabei umkurvte der 34 Jahre alte Keeper gar den zurückgeeilten und verdutzt dreinblickenden Dominik Stroh-Engel, der zu allem Überfluss auch noch das Abseits aufhob. Der Stürmer tätschelte noch nach Cotlorti, folgte ihm aber nicht. Plötzlich aber stand der nach einer Kopfballverlängerung von Omer Damari mutterseelenallein vor seinem Darmstädter Kollegen Christian Mathenia – den Ball am Fuß. „Er hat ihn glücklicherweise noch bekommen und irgendwie reingehauen“, schilderte Mathenia das direkte und letzten Endes spielentscheidende Duell der beiden Torsteher. Mit seinem Last-Minute-Tor zum 2:1-Sieg für den RB Leipzig dürfen die Sachsen wieder vom Aufstieg träumen. Die Lilien rutschten durch die Niederlage auf Platz vier ab. Leipzig lauert nur drei Punkte dahinter.

„Uns wirft so schnell nichts um, auch nicht dieses Spiel. Unser Teamgeist ist überragend, daher werden wir uns nicht lange mit der Niederlage aufhalten“, sagte der Darmstädter Torschütze Hanno Behrens hinterher. „Wir werden jetzt nach vorne schauen auf das nächste Spiel gegen Kaiserslautern und das machen, was wir immer machen, nämlich 100 Prozent geben.“

Behrens begehrt

In der kommenden Spielzeit wird Behrens nicht mehr die Lilie auf der Brust tragen. Anfang April hatte er angekündigt, seinen Vertrag in Darmstadt nicht verlängern zu wollen. Der Mann plant seinen nächsten Karriereschritt. Als potentielle neue Arbeitgeber gelten der nächste Gegner 1. FC Kaiserslautern und der Hamburger SV. Aus der zweiten Mannschaft der Hanseaten war Behrens im Sommer 2012 nach Darmstadt gewechselt – verpflichtet vom heutigen FCK- und damaligen Lilien-Coach Kosta Runjaic. Auch Liga-Konkurrent Fortuna Düsseldorf soll inzwischen seine Fühler nach Behrens ausgestreckt haben – genauso wie nach Innenverteidiger Romain Brégerie. Fortuna-Manager Helmut Schulte wollte dies im „Express“ nicht bestätigen – aber auch nicht dementieren. Auch Behrens wollte sich nach dem Abpfiff in Leipzig nicht zu seiner Zukunft äußern. Seine Konzentration gelte ganz dem Aufstiegskampf seines jetzigen Arbeitgebers, sagte der 25-Jährige. Der Darmstädter Trainer Dirk Schuster hat Behrens für die kommende Saison noch nicht ganz abgeschrieben. „Vielleicht setzt bei Hanno ja noch ein Wandel ein“, sagte der Lilien-Coach. Es bleibt in jederlei Hinsicht spannend – nicht nur in Darmstadt.

Denn in Leipzig herrscht rund um den Brauseklub plötzlich wieder Aufbruchstimmung. Und mittendrin Torwart Coltorti. „Tore zu schießen ist schöner als Tore zu verhindern. Ich bin froh, das erlebt zu haben“, sagte er über sein ganz persönlichen Glücksmoment in der dritten Minute der Nachspielzeit. Und wäre da nicht sein verschmitztes Grinsen gewesen, man hätte ihm abnehmen können, dass er sich ähnliche Ausflüge künftig ersparen möchte: „Das sind fast 100 Meter bis nach vorne, in meinem Alter schafft man das nicht so oft.“

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