Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Rüdiger Fritsch
+
Rüdiger Fritsch ist sich bewusst, dass sein Klub gewisser finanzieller Rücklagen „definitiv hart betroffen“ sein wird.

Darmstadt 98

Millionenloch am Böllenfalltor

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
    schließen

Die Lilien sind laut Präsident Rüdiger Fritsch „hart getroffen“ von den Folgen der Pandemie. Es fehlen wichtige Einnahmen und der geplante Umbau der Haupttribüne verzögert sich.

Rüdiger Fritsch sitzt direkt an der Quelle, schon seit Oktober 2018 gehört der Macher des Zweitligisten SV Darmstadt 98 als einer von neun Männern auch dem Präsidium der Deutschen Fußball-Liga an. Und damit ist der Wirtschaftsjurist, der bereits seit 2012 als Präsident erfolgreich die Geschicke am Darmstädter Böllenfalltor leitet, natürlich mittendrin in der aktuellen Entscheidungsfindung rund um Corona-Krise und deren Auswirkungen auf DFL und Profiklubs.

Am morgigen Dienstag sollen ja die 36 Vereine der beiden höchsten deutschen Fußballklassen, darunter natürlich auch der SV 98, die Empfehlung der DFL abnicken, den Spielbetrieb vorerst noch bis zum 30. April ruhen zu lassen. Reine Formsache, das versteht sich, momentan aber auch so ziemlich das Einzige, was mit dieser Bestimmtheit behauptet werden kann. Denn ansonsten weiß so recht niemand wohin der Profifußball momentan manövriert. Auch Rüdiger Fritsch nicht.

SV 98-Präsident Fritsch: „Es kommt auf die Substanz an“

Der 66-Jährige ist sich aber sehr wohl bewusst, dass sein Klub trotz gewisser finanzieller Rücklagen „definitiv hart betroffen“ sein wird. Dies sagte er dem Hessischen Rundfunk und rechnete vor: „Wir warten auf vier Millionen Euro Medienerlöse. Bei einem Gesamtetat von knapp 30 Millionen Euro sind das mehr als zehn Prozent, die fehlen.“ Dazu kämen unter Umständen Rückforderungsansprüche der Sponsoren sowie Dauerkarteneinnahmen, die vielleicht zurückzuzahlen seien. Dies sei eine weitere siebenstellige Summe. Ein ganz schöner Batzen. Den südhessischen Fußballern, die sich vor der Corona-Zwangspause ins vordere Mittelfeld der Tabelle nach oben gesiegt hatten, fehlen noch neun Spiele in dieser Saison.

„Es kommt auf die Substanz an. Es ist ja noch nicht so lange her, dass wir mit Darmstadt zwei Jahre in der Bundesliga sein durften“, sagte Fritsch zur finanziellen Lage: „Und da die Fernsehgelder ja unter anderem auf einer Fünfjahreswertung beruhen und bei uns noch zwei Bundesligajahre einfließen, haben wir im TV-Ranking einen guten Platz inne.“ Daher gebe es im Verein keine Kurzarbeit, noch nicht jedenfalls. Man hoffe, das noch lange herauszögern zu können.

Bölle: Abriss und Neubau der Haupttribüne verzögert sich

Verzögern wird sich aufgrund der aktuellen Lage auch der Stadionumbau am Böllenfalltor. Der ursprünglich ab Mitte Mai geplante Abriss und Neubau der Haupttribüne wurde auf unbestimmte Zeit verschoben, „allein weil die Saison Mitte Mai vermutlich nicht zu Ende sein wird“, begründete Fritsch unlängst gegenüber der „FAZ“.

Die letzten Arbeiten an der Gegentribüne, auf der bei Spielen der Darmstädter bereits Fans Platz genommen hatten, könnten dagegen wie geplant abgeschlossen werden.

Die Südhessen rechnen aufgrund der Bauverzögerung mit finanziellen Einbußen. „Die künftigen Einnahmen aus dem Hospitality-Bereich sind von uns schon eingeplant worden. Auch die würden um die Dauer des Aufschubs wegfallen“, so Fritsch. (mit dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare