Darmstadt 98

Lilien mit Überschuss

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Das Präsidium des SV 98 legt seine Jahresbilanz vor.

Eine Verschiebung des geplanten Umbaus des Stadions am Böllenfalltor wäre „das Ende des Profifußballs in Darmstadt“. Das hat Michael Weilguny, der Geschäftsführer des SV Darmstadt 98 und der im vorigen Jahr gegründeten Stadiongesellschaft, am Mittwochabend auf der Mitgliederversammlung des Fußball-Zweitligisten warnend gesagt. Weilguny kündigte an, in den nächsten Tagen mit einem Generalunternehmer einen Vertrag über den geplanten Neubau der Gegengerade und der Haupttribüne abzuschließen. Maximal sollen 24,5 Millionen Euro von Stadt und Land für den Stadionumbau bereitgestellt werden. Lilien-Präsident Rüdiger Fritsch, der ohne Gegenkandidat für zwei Jahre wiedergewählt wurde, bezeichnete den Verein nach zwei Spielzeiten in der ersten und zwei in der zweiten Bundesliga als „wirtschaftlich gesund und sauber aufgestellt“. Der SV 98 erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2017/18 als Konzern – der den Verein und die Stadiongesellschaft umfasst – einen Gesamtumsatz von 35 Millionen Euro und einen Überschuss von rund 1,8 Millionen.

Auch räumte Fritsch während der Mitgliederversammlung ein, dass in der vergangenen Saison „nicht alles rund gelaufen“ sei. „Im Schützengraben der Verantwortung macht man nicht alles richtig“, gab sich der Präsident selbstkritisch. Erst am letzten Spieltag hatten die Lilien den Klassenerhalt erreicht. Trainer Torsten Frings musste Ende 2017 den Verein verlassen und wurde durch den früheren Lilien-Coach Dirk Schuster ersetzt. Schuster bezeichnete die Rückrunde der Saison 2017/18 als „nervenaufreibend“. Nach dem 1:1-Unentschieden in Regensburg am vergangenen Sonntag wolle die Mannschaft nun „zurück in die Erfolgsspur kommen“. In Anlehnung an Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte Schuster: „Gemeinsam packen wir das“.

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