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Niederlage, Unentschieden, Niederlage, Unentschieden, Niederlage, Unentschieden: wenig befriedigende Abwechslung für die Fans.

Darmstadt 98

Das Lilien-Puzzle

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Darmstadt 98 steht nach acht Spieltagen auf dem 16. Tabellenplatz. Gegen den Karlsruher soll endlich mal alles passen, um drei Punkte einzufahren.

Es stimmt gar nicht, dass es dem SV Darmstadt 98 an Beständigkeit fehlen würde in den vergangenen Wochen. Verlässlich wie ein Metronom bewegen sich die Zweitliga-Fußballer durch den Spielplan, seit Mitte August lautet der Rhythmus der Resultate: Niederlage, Unentschieden, Niederlage, Unentschieden, Niederlage, Unentschieden.

Tick, tack. Die Zeit läuft ab.

Die Sache mit der Konstanz haben sie sich in Darmstadt natürlich anders vorgestellt. Nicht ganz so unkonstant. Und wenn am heutigen Freitagabend (18.30 Uhr) der Aufsteiger Karlsruher SC bei Fluchtlichtschein den makellosen Rasen des Böllenfalltor-Stadions betritt, wird die Tabelle präsent sein, in den Köpfen der Zuschauer, in den Köpfen der Spieler, sogar im Kopf des Trainers. Dabei hassen Trainer es, eine Tabelle im Kopf zu haben.

Auf dem Abstiegsrelegationsplatz 16 rangieren die Lilien vor dem Spiel gegen die Nordbadener, genau zur Hälfte dieser Hinrunde. Das ist nicht gut, sondern gefährlich. Doch Darmstadt-Coach Dimitrios Grammozis findet, dass das Tabellenbild zu diesem Zeitpunkt noch relativ unproblematisch ist. „Ich spüre da keinen Druck angesichts der Tabellensituation, weil ich uns auf dem richtigen Weg sehe“, sagte Grammozis am Donnerstag: „Wir unterschätzen die Situation aber auch nicht und wissen, dass wir so schnell wie möglich wieder drei Punkte einfahren sollten.“

Zuletzt in Bochum, beim 2:2-Unentschieden, nach dem die Lilien bedröppelt aus der Wäsche guckten wie nach einer 0:3-Niederlage mit drei Eigentoren, zeigte der SV98 sein gesamtes Repertoire der beständigen Unbeständigkeit. Einer erschütternden ersten Halbzeit folgte eine herzhafte zweite, spielerisch und kämpferisch überzeugend. „Dieses gute Gesicht aus den vergangenen Partien mit drei Punkten zu krönen, ist das große Ziel. Dafür müssen wir alles reinlegen“, fordert Grammozis. Schon im Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg (3:3) und beim 1. FC Heidenheim (0:1) stimmte die Lilien-Leistung. Mal abgesehen von den Phasen, in denen die Leistung nicht stimmte.

Alles stabil zusammenzubringen, die defensive Kompaktheit, den offensiven Passfluss und die Stärken der Einzelspieler, ist die große Kunst des Fußballs und die große Aufgabe fürs Darmstädter Trainerteam. Der Karlsruher SC macht es sich da leichter. Setzt auf disziplinierte, aggressive Verteidigung und Konter und Standardsituationen. „Das wird für uns eine große Herausforderung“, weiß Grammozis, „aber wir haben uns gut vorbereitet, um Lösungen herauszuarbeiten.“

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