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Trifft und trifft und trifft: Dominik Stroh-Engel (Archivbild)
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Trifft und trifft und trifft: Dominik Stroh-Engel (Archivbild)

RB Leipzig - Darmstadt 98

Leipzig gegen Darmstadt unter Druck

Mit RB Leipzig und Darmstadt 98 treffen am Samstag im Spitzenspiel der 3. Fußball-Liga der finanzstärkste Verein und die formstärkste Mannschaft aufeinander. Die psychologischen Vorteile liegen bei den Hessen, die in der vorigen Saison schon abgestiegen waren.

An Ostern 2013 zitterten der SV Darmstadt 98 und Rasen-Ballsport Leipzig noch, ob sie in dieser Saison überhaupt in der 3. Fußball-Liga spielen werden. Ein Jahr später peilen beide den Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga an. Am Samstag (14.00 Uhr/live im HR und MDR) treffen sie im Verfolger-Duell aufeinander.

Trainer Dirk Schuster hat Darmstadt im Januar 2013 als Drittliga-Schlusslicht übernommen und konnte den Abstieg in die Regionalliga auch nicht verhindern. Doch weil Kickers Offenbach keine Lizenz erhielt, blieb Darmstadt in der dritthöchsten Spielklasse. „Wir haben dann alles knallhart analysiert“, erzählt Schuster, „defensiv standen wir schon vorige Saison ganz gut, aber offensiv hatten wir keine Qualität.“ Der 46-Jährige wechselte seinen kompletten Angriff aus, holte aussortierte Spieler wie Milan Ivana, Marcel Heller, Marco Sailer – und Dominik Stroh-Engel.

Niemand verkörpert den Aufschwung der Hessen so gut wie der lang aufgeschossene Stürmer. Mit 26 Treffern in 31 Einsätzen hat er bereits einen Drittliga-Rekord aufgestellt. Zudem will sich Stroh-Engel nicht die Haare schneiden, bis Darmstadt wieder verliert. Mittlerweile ist sein letzter Friseurbesuch fast fünf Monate her: Seit 17 Spielen haben die „Lilien“ nicht mehr verloren und sich bis auf einen Punkt an Leipzig heran gepirscht.

Der ambitionierte Aufsteiger steht nun unter Druck. RB-Trainer Alexander Zorniger sprach am vergangenen Wochenende nach dem 3:3 bei Borussia Dortmund II von „Angsthasenfußball“. Etwas genervt wirkten sie in Leipzig zuletzt auch Nachfragen nach dem hartnäckigen Verfolger aus Darmstadt. „Von Dingen, die ich nicht ändern kann, versuche ich mich nicht beeinflussen zu lassen“, sagte Zorniger, dessen Mannschaft im Schatten der Darmstädter Serie auch schon elf Spiele ungeschlagen ist.

Schuster erhebt den Kontrahenten kurzerhand zum „Giganten der Liga“, auch wenn der überlegene Tabellenführer 1. FC Heidenheim schon am Wochenende den Aufstieg sichern kann. „Man muss sich doch nur anschauen, was da in Leipzig entsteht, vollkommen wertungsfrei, und dann auf uns gucken.“ Das Stadion am Böllenfalltor ist derzeit noch nicht zweitligareif und erst seit sicher ist, dass Darmstadt in der nächsten Saison mindestens wieder in der 3. Liga spielen wird, wurden die Verträge mit einigen Leistungsträgern verlängert.

In Leipzig sind die Planungen schon weiter. Die meisten der talentierten Neuzugänge, die unter Sportdirektor Ralf Rangnick kamen, haben langfristige Verträge. Die Infrastruktur wird bereits für über 30 Millionen Euro mit neuem Trainingsgelände und Funktionsgebäude erstligatauglich. Zudem spielt der Verein in einer WM-Arena. Als Motto gaben sie in Leipzig vor der Saison „ab durch die Dritte“ aus: „Wir wollten unter die ersten drei, nun stehen wir schon sehr lange auf Platz zwei und wollen diesen verteidigen“, sagt Zorniger.

Angesichts von drei verbleibenden Spielen nach dem direkten Duell sagt Schuster: „Es wird überhaupt noch nichts entschieden.“ Dem Verlierer des Spitzenspiels droht aber wohl der Relegationsplatz und somit wieder die verlängerte Ungewissheit, in welcher Liga die Mannschaft nächstes Jahr spielt. (dpa)

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