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Dimitrios Grammozis ist guter Dinge.

Zweite Fußball-Bundesliga

SV Darmstadt 98 peilt in Köln den Klassenerhalt an

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Mit einem Sieg beim Tabellenführer sichert sich der SV Darmstadt 98 den Verbleib in Liga zwei.

Wo Dimitrios Grammozis hinkommt, ist er meist schon gewesen, so ist das eben bei weitgereisten Menschen. Wenn der Fußballtrainer am Freitagabend mit dem SV Darmstadt 98 beim 1. FC Köln antritt, 18.30 Uhr, ist auch das Stadion in Müngersdorf für den Deutsch-Griechen kein Neuland; in der Saison 2005/06 war er Profi bei den Rheinländern. Womöglich kneift Grammozis also kurz die Nostalgie in den Bauch, wenn er in die Domstadt kommt, aber dann wird er sich fokussieren, denn er weiß: Es gibt da was zu erledigen für ihn und die Lilien. Die Mission Klassenerhalt in Liga zwei.

„Wir haben sehr gute Karten, aber den letzten Schritt noch nicht gemacht“, sagte Grammozis: „Und unser Fokus liegt darauf, es in Köln unter Dach und Fach zu bringen.“ Der Abstand auf den Abstiegs-Relegationsplatz beträgt zehn Punkte, vier Spiele vor dem Saisonende. Mit einem Sieg beim Tabellenführer wäre die Liga gesichert. Wobei das mit einem Sieg in Köln für die Darmstädter so eine Sache ist, in bislang elf Partien gelang dort kein einziger Dreier. Dimitrios Grammozis übt sich deshalb in der Kunst des positiven Denkens: „Dann habe ich ja nichts zu verlieren.“

Entspannte Personallage 

Das sieht beim prominenten Gegner etwas anders aus, trotz souveräner Tabellenführung und bester Aufstiegschancen ist die Stimmung am Geißbockheim gereizt bis schlecht. Trainer Markus Anfang wird kritisch beäugt, nicht erst seit dem bedenklichen 0:3 in Dresden am vergangenen Wochenende. In den vergangenen drei Spielen holte der FC nur zwei Punkte, und Ränkespielchen und Machtkämpfe auf Führungsebene sorgen für zusätzlichen Verdruss. „Man kann so einen Verein nicht demokratisch führen“, sagte Sportchef Armin Veh.

Eine optimale Ausgangslage also für die Lilien, eine Überraschung zu schaffen? Trainer Grammozis dämpft die Erwartungen: „Wir werden sicherlich auf keine verunsicherte Mannschaft treffen. Für mich spielt Köln eine herausragende Runde, in dieser schwierigen Liga mit solchem Vorsprung an der Spitze zu stehen.“ Der Klub habe einen „Top-Kader und auf den meisten Positionen absolute Erstligaspieler.“

Der geballten Kölner Offensivwucht (75 Tore) wird der SVD seine neuentdeckte Abwehrstärke entgegenstellen wollen. Erstmals in dieser Saison gelangen den Lilien zuletzt zwei Spiele in Folge ohne Gegentor (1:0 in Magdeburg und 0:0 gegen Bochum). Und: Die Personallage hat sich merklich entspannt. Nur Innenverteidiger Marcel Franke (Oberschenkel) und Selim Gündüz (Knie) fehlen. Eine ungewöhnliche Situation in Darmstadt, auch für Grammozis: „Ich habe mich etwas erschreckt, dass so viele Spieler auf dem Platz waren.“

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