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Fehlt an alle Ecken und Enden: Victor Palsson (links), hier im Zweikampf mit dem Hamburger Aaron Hunt.
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Fehlt an alle Ecken und Enden: Victor Palsson (links), hier im Zweikampf mit dem Hamburger Aaron Hunt.

2. Bundesliga

In der Mitte ist ein Loch

  • Jakob Böllhoff
    vonJakob Böllhoff
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Die Personalprobleme von Darmstadt 98 nehmen vor dem Heimspiel gegen den Hamburger SV zu. Vor allem der Isländer Palsson macht Sorgen.

Abstandhalten ist das Gebot der Stunde, aber beim SV Darmstadt 98 findet man, dass die Abstände inzwischen doch allzu groß werden. Die Mannschaftskabine beim Fußballzweitligisten leert sich bedenklich vor der Partie gegen den Hamburger SV am Samstag (13 Uhr). Vor allem am neuralgischen Punkt im defensiven Mittelfeld gehen Trainer Markus Anfang langsam die Spieler aus. Führungsspieler Victor Palsson fehlt sowieso, und auch seine Vertreter Nicolai Rapp (Wadenverletzung) und Fabian Schnellhardt (Probleme mit dem Hüftbeuger) drohen gegen den HSV auszufallen. Zudem fehlt Rechtsverteidiger Matthias Bader, und Seungho Paik, ebenfalls ein zentraler Mittelfeldspieler, wurde nach einem privaten Termin unter der Woche in Spanien erst im Laufe des Freitags in Darmstadt zurück erwartet.

Die sich verstärkenden Personalprobleme nerven Anfang, und sie kommen zu einem Zeitpunkt, da sich die Lilien ohnehin im tabellarischen Abwärtstrend befinden. Nach drei Niederlagen in den vergangenen vier Spielen ist die Abstiegszone nur noch einen Zähler entfernt. Die Sache mit den Ausfällen „begleitet uns schon die komplette Saison“, sagte Anfang: „Wir konnten nie mit der gleichen Formation spielen, mussten immer wieder umbauen. Jetzt müssen wir erneut verändern, speziell im defensiven Mittelfeld wird es eng. Das ist leider so, wir haben keinen richtig großen Kader, aber es wäre schön, wenn wir konstant auf eine Formation zurückgreifen könnten.“

Vor allem Palssons Fehlen ist ein Problem, dessen Ende zudem nicht absehbar. Der isländische Nationalspieler war Ende November wegen eines Sehnenrisses am Daumen operiert worden und sollte nach sechs Wochen zurückkehren. Nun sagte Anfang aber: „Die Wahrscheinlichkeit, dass Victor im Januar spielen wird, ist sehr gering.“ Palsson hat auch Knieprobleme und ihn belaste „ein persönliches Thema“, wie Anfang sagte, ohne ins Detail gehen zu wollen.

Fest steht nur, dass die Darmstädter bis auf Weiteres auf ihren isländischen Abräumer verzichten müssen, der so ein wichtiges Bindeglied zwischen Defensive und Offensive ist. Und die richtige Balance zu finden, darauf wird es natürlich auch gegen den Hamburger SV ankommen, den so hoffnungsvoll in die Saison gestarteten und dann doch wieder schnell abgestürzten Fußballriesen aus dem hohen Norden. Mit zuletzt drei Niederlagen nacheinander ist der große Aufstiegsfavorit aus den Aufstiegsrängen erst einmal rausgetaumelt. Und schon drängen wieder Überschriften wie „Muss Daniel Thioune um seinen Job fürchten?“ ins Internet. Hoffnungsträger haben eine kurze Halbwertszeit beim HSV, vor allem, wenn sie der Trainer sind.

Gegen lädierte Darmstädter ist ein Sieg für den HSV quasi Pflicht. Das weiß auch Lilien-Coach Anfang, der von einer „große Herausforderung“ für sein Team spricht: „Wenn man den HSV sieht, dann gehört er natürlich zu den Favoriten. Aber sie wissen ganz genau, wie schwer es ist, aus dieser Liga aufzusteigen.“ Der Abstand zwischen Anspruch und Wirklichkeit: Auch so ein Hamburger Problem.

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