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Doppeltorschützen unter sich: das neue Darmstädter Angriffsduo Luca Pfeiffer (links) und Phillip Tietz. imago images
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Doppeltorschützen unter sich: das neue Darmstädter Angriffsduo Luca Pfeiffer (links) und Phillip Tietz. imago images

6:1 gegen Ingolstadt

Darmstadt 98 mit erlösendem Fußballfest

  • Daniel Schmitt
    VonDaniel Schmitt
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Lilien feiern ersten Sieg / 6:1 gegen Ingolstadt macht Trainer Torsten Lieberknecht „stolz“.

Ein wenig Bammel hatten sie beim SV Darmstadt 98 wohl schon, dass das in dieser Saison doch ganz, ganz schwer werden, vielleicht sogar schiefgehen könnte. All die für den hessischen Fußball-Zweitligisten so wichtigen Abgänge von Stammkräften, allen voran von Torjäger Serdar Dursun, dazu der recht kurzfristig nach Bremen abgewanderte Trainer Markus Anfang. Und natürlich der völlig verhauene Saisonstart unter dessen Nachfolger Torsten Lieberknecht, ausgelöst durch ein übles Corona-Chaos innerhalb der kickenden Truppe. Das sah nicht gut aus, nährte die Furcht vor einer ungemütlichen Runde - bis Sonntag. Da feierten die Darmstädter ein erlösendes Fußballfest. Nach der Rückkehr einiger Stammspieler aus der Quarantäne fegten die Gastgeber über den Aufsteiger FC Ingolstadt hinweg und gewannen mit 6:1 (4:0). Ein Ausrufezeichen mit klarer Botschaft: Jetzt kann’s endlich richtig losgehen.

„Ich bin massiv stolz“, sagte Lilien-Trainer Lieberknecht. Der Zusammenhalt, der Spirit seien entscheidend gewesen für den Erfolg, nicht etwa irgendeine Taktik. Die Stürmer Phillip Tietz (29./45.+4) und Luca Pfeiffer (39./66.) trafen je zweimal, zudem steuerten Fabian Schnellhardt per Freistoß (45.+2) und der eingewechselte Braydon Manu (90.+4) die weiteren Treffer für die Darmstädter bei. Für den FCI traf Stefan Kutschke (50.). „Es ist ein schöner Tag. Die Sonne scheint“, fasste Lieberknecht zufrieden zusammen.

Die Südhessen ließen sich vom miesen Saisonbeginn mit drei Pflichtspielpleiten nicht beeindrucken und beeindruckten ihrerseits die 4506 Fans am Böllenfalltor. Sofort übernahmen sie die Kontrolle, überrannten überforderte Ingolstädter, und spielten dazu tollen Fußball.

Gerade die beiden Stürmer Tietz und Pfeiffer, aber auch der jüngst erst vom Hamburger SV losgeeiste Mittelfeldanführer Klaus Gjasula (diesmal ohne Schutzhelm am Ball) überzeugten. In dieser Form könnte es dem neuen Angriffsduo tatsächlich gelingen, den Abgang von 27-Tore-Mann Dursun einigermaßen zu kompensieren.

Abreibung für Anfang

Tietz riss durch einen enormen Laufaufwand viele Löcher in der Ingolstädter Abwehr, während sich der großgewachsene Pfeiffer mit erstaunlicher Geschmeidigkeit um seine Kontrahenten wand. Der Höhepunkt des Spiels: Beim 2:0 ließ der vom dänischen Klub FC Midtjylland ausgeliehene Hüne erst drei Gegner stehen und feuerte den Ball dann von der Strafraumkante in den Winkel. Später ließ er einen hübschen Lupfer folgen. „Man hat gesehen, dass wir uns gegen alle Widerstände auflehnen“, so Pfeiffer.

Zeitgleich erlebte der vorherige Darmstädter Trainer Anfang einen bitteren Nachmittag. Mit Werder Bremen ging er 1:4 gegen den SC Paderborn unter - unter anderem traf sein Ex-Spieler Felix Platte, aus Darmstadt nach Paderborn gewechselt, doppelt. „Wir haben einen Rekord aufgestellt an individuellen Fehlern. So kannst du kein Zweitligaspiel gewinnen“, moserte Anfang. Der Anhang hatte schnell einen Schuldigen gefunden, Sportchef Frank Baumann wurde mit lauten „Baumann-raus“-Rufen eingedeckt.

Zuvor hatte der Hamburger SV eine Derbypleite beim Stadtrivalen FC St. Pauli hinnehmen müssen (2:3). Das HSV-Team wurde noch im Stadion von den eigenen Fans beschimpft.

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