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Enttäuschte Darmstädter nach der zweiten 1:2-Niederlage in Folge.
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Enttäuschte Darmstädter nach der zweiten 1:2-Niederlage in Folge.

Darmstadt 98

„Einen Punkt hätten wir verdient gehabt“

  • Daniel Schmitt
    VonDaniel Schmitt
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Die Lilien hadern nach dem 1:2 gegen Hannover 96 mit einer schwachen ersten Hälfte und vergeblichen Bemühungen nach der Pause. Der von 96 umworbene Torjäger Dursun enttäuscht auf ganzer Linie.

Als dann auch der allerallerletzte hohe Ball der vielen hohen Bälle in der sechsminütigen Nachspielzeit vergeblich in den gegnerischen Sechzehner gesegelt war, als der Abpfiff am Darmstädter Böllenfalltor ertönte, da senkten sich die Köpfe bei den Fußballern des SV 98. Wieder verloren, wieder mit 1:2 (0:1), zum zweiten Mal nacheinander, diesmal im eigenen Stadion gegen Hannover 96. „Sehr enttäuschend“ sei die Niederlage, sagte der Darmstädter Verteidiger Immanuel Höhn hinterher. „Wir hätten einen Punkt verdient gehabt“, stimmte Torwart Marcel Schuhen ein.

Im Vorfeld der Partie hatten sich fast alle Meldungen um Serdar Dursun gedreht, in Darmstadt sowieso, weil der Torjäger dort angestellt ist, und auch ein wenig in Hannover, weil sie den Torjäger dort gerne gesehen hätten. Bereits im zurückliegenden Sommer warben die 96er um den staksigen Angreifer mit dem markanten Zöpfchen, jetzt im Winter wieder, zweimal gab’s eine Abfuhr aus Südhessen. Zu wichtig sei Dursun für das Spiel der Lilien, zu bedeutend seine Tore.

Am Sonntagmittag aber stand der 29-Jährige lange Zeit neben seinen Riesenlatschen, kam kaum an den Ball, und falls doch, verlor er ihn prompt. Lilien-Trainer Markus Anfang verzweifelte an der Seitenlinie, schüttelte den Kopf, klatschte die flache Hand gegen die Stirn, tadelte den Deutsch-Türken, der sich ungewöhnlich schwer tat.

Eine mögliche Erklärung: Die Oberschenkelblessur, die ihn im Wochenverlauf hatte pausieren lassen müssen, hinderte ihn auch gestern noch. Eine andere: Die Schlagzeilen waren nicht spurlos an ihm vorbeigegangen. Wie dem auch sei, natürlich war Dursun nicht alleine mit seiner mäßigen Leistung an diesem Tag. Auch viele seine Kameraden kickten weit entfernt von ihrer Bestform. Auch Tobias Kempe, der Topscorer, und Marvin Mehlem, der Kreative, konnten kaum Akzente setzten. Eine Direktabnahme über den Kasten von Dursun blieb in der ersten Hälfte die beste (und auch einzige) Darmstädter Tormöglichkeit (37.).

Ansonsten agierten die Darmstädter erstaunlich zurückhaltend in den ersten 45 Minuten. Die Gäste ihrerseits waren feldüberlegen, brachten bis auf einen Schuss von Marvin Ducksch (30.), dem Hannoveraner Torjäger mit Zöpfchen, der unlängst gar als Tauschkandidat für Dursun im Transfergeschacher genannt wurde, wenig zustanden. Bis zur 45. Minute.

Da langte Darmstadts Tim Skarke kurz vor der eigenen Strafraumlinie übermotiviert hin. Ein unnötiges Foul und ein Freistoß, den ausgerechnet Ducksch zum 1:0 für die Gäste über die Mauer hinweg ins Netz hob. Ein sehenswerter Treffer allemal, ein ärgerlicher und vermeidbarer für die Gastgeber noch dazu.

Seydel-Tor reicht nicht

In ähnliche Kategorien war schließlich auch der zweite Treffer der Gäste aus Niedersachsen einzuordnen. Ein Klein-Klein-Spielchen im und kurz vor dem eigenen Strafraum mündete in einem Ballverlust des ansonsten guten Darmstädter Abwehrmannes Lars Lukas Mai, den wieder Ducksch mit dem Tor zum 2:0 bestrafte (50.).

Die Darmstädter immerhin gaben nicht auf, rafften sich in den verbleibenden Minuten noch einmal auf, der eingewechselte Aaron Seydel sorgte mit seinem Anschlusstor zum 1:2 (68.) für neuerliche Hoffnung auf einen Punktgewinn. Schließlich hatte Fabian Schnellhardt mit einem satten Distanzschuss zehn Minuten vor dem Abpfiff die beste Gelegenheit zum Ausgleich. Rein wollte der Ball aber nicht mehr. „Schade, einen Punkt hätten wir verdient gehabt“, fand auch Trainer Anfang.

Und Serdar Dursun? Der sah die finalen Bemühungen seiner Truppe längst von der Ersatzbank, ausgewechselt nach 61 Minuten. Für ihn das ärgerliche Ende einer ereignisreichen Woche.

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