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Luft an die Haare: Darmstadts Mittelfeldspieler Mathias Honsak (links) und der Fürther Mittelfeldspieler Paul Seguin beim Kopfballduell.
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Luft an die Haare: Darmstadts Mittelfeldspieler Mathias Honsak (links) und der Fürther Mittelfeldspieler Paul Seguin beim Kopfballduell.

Zweite Fußball-Bundesliga

Eine Schildkröte, zwei Wüteriche

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
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Darmstadt 98 verspielt 2:0-Führung gegen Spitzenteam Greuther Fürth, kann am Ende aber mit dem Remis leben.

Es war mehr drin für die Gastgeber, na klar, nach einer 2:0-Führung zur Pause allemal, am Ende aber mussten sich die Zweitligakicker von Darmstadt 98 doch irgendwie glücklich schätzen über die Punkteteilung gegen den Aufstiegsanwärter Greuther Fürth. Zu sehr hatten die Franken in der zweiten Hälfte gedrückt, zu überlegen waren sie dann im Stadion am Böllenfalltor und glichen die Darmstädter Tore von Tobias Kempe (2.) und Serdar Dursun (40.) verdient noch aus. Für Fürth, auf Platz zwei gehüpft, trafen Julian Green (69.) und David Raum (75.).

„Fürth ist eine gute Mannschaft, aufgrund der zweiten Hälfte geht das Ergebnis in Ordnung, da konnten wir dem Druck nicht mehr standhalten“, sagte der Darmstädter Kempe. Dass die Lilien ihre Führung noch hergaben, war insofern aus hessischer Sicht ärgerlich, weil ein weiterer Dreier gegen ein Spitzenteam nach jenem beim HSV in der Vorwoche fast gleichbedeutend mit dem Klassenerhalt gewesen wäre. So stehen die Darmstädter aktuell bei 36 Zählern, auch noch komfortabel, im Normalfall sollte nichts mehr anbrennen. Absolute Gewissheit aber haben die Südhessen noch nicht.

Das Spiel hätte nicht besser starten können für die Gastgeber, bereits nach 120 Sekunden zappelte der Ball im Netz - dank eines Künstlers und einer Schildkröte. Was damit gemeint ist: Der Darmstädter Tobias Kempe, bekannt für seine präzisen Freistöße, zirkelte einen ruhenden Ball aus 22 Metern perfekt über die Mauer. Und die Schildkröte? Nun, die trug ein Fürther Trikot, heißt Maximilian Bauer, eilte vor dem Schuss auf die Torlinie zurück, zog dann aber – warum auch immer – den Kopf zwischen die Schultern ein.

Die Fürther waren sichtlich geschockt. Sie passten reihenweise die Bälle an den Kollegen vorbei – ins Leere, ins Aus, und noch schlimmer, zum Gegner. Einen dieser Ballverluste nutzte Darmstadt zum 2:0. Fabian Schnellhardt spielte steil, Victor Palsson ließ die Kugel durch die Beine, Serdar Dursun versenkte sie unter der Latte. Es war der 18. Saisontreffer des Stürmers, der kommende Saison wohl nicht mehr in Darmstadt und dennoch weiter in der zweiten Liga spielen wird. Coach Dimitrios Grammozis, die Ex-Lilie, soll mit seinem FC Schalke 04 Interesse hegen.

Nach dem Seitentausch wachten die Fürther auf, mussten sie auch, 45 weitere schläfrige Minuten wären im Aufstiegsrennen ungünstig gewesen. Erst scheiterte U-21-Nationalspieler Anton Stach an Lilien-Keeper Carl Klaus, der den verletzten Marcel Schuhen vertrat, dann hob Julian Green die Kugel hinein. Die Darmstädter kamen ihrerseits gar nicht mehr zum Zuge, standen nur noch hinten drin und kassierten folgerichtig den Ausgleich.

Die hektische Schlussphase inklusive eines haarscharfen Fürther Abseitstores, das entsprechend nicht zählte, beschloss unmittelbar nach dem Abpfiff ein Wortgefecht der Trainer. Markus Anfang, Darmstadt, und Stefan Leitl, Fürth, wüteten aufeinander zu, kriegten sich dann aber doch schnell wieder ein. Mit dem Punkt konnten beide dann wohl doch ganz gut leben.

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