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Erleichterung: Die Lilien siegen gegen den Letzten aus Würzbrug mit 2:0.
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Erleichterung: Die Lilien siegen gegen den Letzten aus Würzbrug mit 2:0.

SV Darmstadt 98

Doch keine Deppen

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
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Darmstadt 98 besiegt das Schlusslicht aus Würzburg und ist heilfroh, sich gegen das Rumpfteam der Kickers nicht blamiert zu haben.

Für die Nachspielzeit schickte der Würzburger Trainer Bernhard Trares dann tatsächlich seinen letzten Joker auf den Rasen. Den Riesen aus Venlo, 1,96 Meter groß. Drei Minuten sollten Eric Verstappen noch bleiben im Stadion am Darmstädter Böllenfalltor, um den knappen Rückstand seiner Kickers beim SV 98 in ein Remis zu verwandeln. Es misslang. Vielleicht weil Verstappen hauptberuflich gar kein Mittelstürmer ist, vielleicht weil er das zum ersten Mal überhaupt in seiner Karriere spielte, vielleicht weil er Torhüter ist – dritter beim Tabellenletzten der zweiten Liga noch dazu.

Der 2:0 (0:0)-Heimsieg von Darmstadt 98, der von Tobias Kempe mit dessen siebtem Saisontor (55.) und Felix Platte (90.+4) herausgeschossen wurde, war deshalb ein besonderer, weil die Gäste nur mit 14 einsatzfähigen Profis nach Hessen gereist waren – darunter der Niederländer Verstappen, der nicht nur ein Torwarttrikot, sondern auch eines fürs Feld dabei hatte. „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, wie sie sich trotz der ganzen Umstände präsentiert“, sagte Kickers-Coach Trares, während Lilien-Trainer Markus Anfang fand: „Alle haben darauf gewartet, dass wir nicht gewinnen oder sogar verlieren. Die Jungs haben es gut gemacht. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass wir das Spiel gewonnen haben.“

Weil sich ein Physiotherapeut der Würzburger mit dem Coronavirus infiziert hatte, mussten zehn Spieler in Quarantäne. Die Kickers hatten auf eine Spielabsage gedrängt, bereits am Mittwoch war ihr Duell gegen St. Pauli ausgefallen, doch die DFL-Spielordnung ließ das nicht zu. Sie schreibt vor, dass 16 Spieler zur Verfügung stehen müssen, damit eine Partie angepfiffen wird – verletzte und gesperrte Akteure inklusive.

Torwart im Feld als Protest

Zwar konnte Trainer Trares nur 14 Akteure in seinen Kader berufen, aber weil Douglas, Staude (beide angeschlagen) und Ewerton (gesperrt) als verfügbar galten, fand das Spiel statt. Einigermaßen absurd. Die Einwechslung von Verstappen darf daher auch als Protest gegen die Spielaustragung gewertet werden. Die Darmstädter, für die am Dienstag (20.45 Uhr) noch der Jahresabschluss im DFB-Pokal in Dresden ansteht, hatten gegen die wacker kämpfenden Gäste 73 Prozent Ballbesitz, erst Kempe mit einem haltbaren Schuss und Platte nach einem Konter sorgten aber für den verdienten Sieg. „Wenn wir nicht gewonnen hätten, wären wir, bei allem Respekt für Würzburg, die Deppen gewesen“, sagte Lilien-Torwart Marcel Schuhen erleichtert.

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