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Der nächste Dämpfer

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Von: Ingo Durstewitz

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Nix zu holen: Matthias Bader (links) und die Lilien verlieren beim KSC.
Nix zu holen: Matthias Bader (links) und die Lilien verlieren beim KSC. © dpa

Der durch Corona gebeutelte SV Darmstadt 98 verliert letztlich auch verdient in Karlsruhe, gibt sich aber kämpferisch.

Für ein, zwei Minuten schien es so, als hätte es was werden können mit etwas Zählbarem für die wackeren Lilien. Doch dann machte der Videoassistent die Hoffnung zunichte. Nach der schönsten Kombination des SV Darmstadt 98 erzielte Stürmer Phillip Tietz den vermeintlichen 1:1-Ausgleich im Auswärtsspiel beim Karlsruher SC (56.), doch die Freude währte nur kurz. Nach Intervention aus Köln annullierte Schiedsrichter Martin Thomsen den Treffer wegen einer Abseitsstellung des Schützen. Völlig zu Recht.

Nach einem Karlsruher Doppelschlag in den Minuten 75 und 79 war das Spiel gelaufen, 0:3. So grüßen die Lilien nach zwei Spieltagen aus dem Tabellenkeller, 0:2 gegen Regensburg, 0:3 in Karlsruhe, macht in toto: null Punkte, null zu fünf Tore. Das sieht nicht gut aus.

Trainer Torsten Lieberknecht hielt den Kopf dennoch oben. „Ich habe den allerhöchsten Respekt vor meiner Mannschaft und jedem einzelnen Spieler. Wenn wir diese harte Prüfung durch- und überstehen, werden wir im Laufe der Saison gestärkt zurückkommen“, sagte er. „Wir verfallen jetzt nicht in Selbstmitleid. Wir werden im Laufe der Saison zurückschlagen.“

Überraschend kommt die kleine Pleitewelle zu Beginn der Saison nicht, schließlich müssen die Südhessen auf insgesamt sieben an Corona erkrankter Spieler (Kempe, Berko, Skarke, Honsak, Patric Pfeiffer, Manu und Ronstadt) verzichten. Zwar meldeten sich Torwart Schuhen (nur auf der Bank), Luca Pfeiffer, Arslan und Celic im Kader zurück, doch der Qualitätsverlust ist für die Darmstädter zu groß. In dieser Konstellation sind sie nicht konkurrenzfähig – zumindest nicht über volle 90 Minuten.

Im ersten Abschnitt waren die 98-er quasi nur ein Spielball der Badener, da war das Team von Torsten Lieberknecht heillos unterlegen und konnte froh sein, durch einen Treffer von Philipp Hofmann (9.) nur mit einem Tor in Rückstand gelegen zu haben. Der KSC war eine Klasse besser.

Nach dem Wechsel agierten die Lilien aber mit viel mehr Mut, erst scheiterte Angreifer Tietz nur knapp am hervorragend parierenden KSC-Torwart Marius Gersbeck (50.), ehe er das eingangs erwähnte Tor erzielte, das nicht zählte. Danach hatten die Darmstädter wenig entgegenzusetzen: Kyoung-Rok Choi (76.) und erneut Hofmann (79.), der einst beinahe in Darmstadt gelandet wäre, machten vor 9750 Fans den Deckel drauf. Viel dicker kann es für den SVD kaum mehr kommen.

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