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Das Trainerteam um Vordenker Dirk Schuster hat die Woche vor allem damit zugebracht, den zahlreichen Winterzugängen die Arbeitsabläufe auf dem Platz einzubimsen.

SV Darmstadt 98

Wichtiger Wegweiser

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Darmstadt 98 ist in Sandhausen gefordert.

Beim SV Darmstadt 98 weiß man, wie es sich anfühlt, die kurze Busreise nach Sandhausen mit Sorgen anzutreten. In der vergangenen Saison, 31. Spieltag, hatte sich der Abstieg in die Dritte Liga bereits arg verdichtet für die Lilien, als sie am Hardtwald gastierten. Tobias Kempe rettete damals per Elfmeter zum 1:1 ein sehr wichtiges Unentschieden, und am allerletzten Spieltag gelang dann doch noch der Klassenerhalt nach einer fußballerischen Wiederauferstehung, die man zwischendurch nicht mehr für möglich gehalten hatte. Es wäre den Darmstädtern dann doch ganz recht, wenn es in dieser Saison nicht wieder so weit kommen würde. 

Linksverteidiger Fabian Holland wurde am Wochenende nach dem 1:2 gegen Heidenheim, von einem unvorsichtigen Reporter mit dem Gedanken konfrontiert, das Gastspiel beim SV Sandhausen an diesem Freitagabend sei nun eine Art „Endspiel“ im Abstiegskampf. Darauf reagierte Holland, der neue Mannschaftskapitän beim SVD, nachdem der alte Mannschaftskapitän Aytac Sulu im Winter in die Türkei verschwand, mit angemessener Entrüstung. 

Von einem wie auch immer gearteten Endspiel ist die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster natürlich weit entfernt. Dennoch darf man sich von der Partie in Sandhausen entscheidende Hinweise erwarten, wie die Darmstädter die Saison fortzusetzen gedenken. Der Abstand des Tabellen-14. auf die gesamte Abstiegszone beträgt sechs Punkte, und Anführer der Abstiegszone ist, mit 16 Zählern auf Rang 16: der SV Sandhausen.

„Sandhausen hat klar kommuniziert, dass sie uns mitreinziehen und den Abstand verkleinern wollen“, sagte Schuster auf der Pressekonferenz am Donnerstag: „Und wir wollen alles tun, um den Abstand zu halten oder bestenfalls zu vergrößern.“ Der 51-Jährige geht fast schon gewohnheitsmäßig von einem intensiven Spiel aus. Denn: „Sandhausen ist eine sehr kampfkräftige Mannschaft, die keinen Zweikampf auslässt. Es wird sicherlich ein Schlüssel sein, gefährliche Situationen gar nicht erst zuzulassen. Die Basics, die defensive Kompaktheit und Kampfkraft, sind für unser Spiel unabdingbar.“ Aber das versteht sich ja von selbst bei den Lilien. 

Das Trainerteam um Vordenker Schuster hat die Woche vor allem damit zugebracht, den zahlreichen Winterzugängen die Arbeitsabläufe auf dem Platz einzubimsen. Gegen Heidenheim unterstrich Schuster ja sein Bedürfnis, das Team umfassend zu renovieren, indem er gleich fünf Neue in die Startaufstellung berief. Mit dürftigem Erfolg. Von den Arrivierten fallen weiter Slobodan Medojevic (Knie, fehlt mindestens noch eine weitere Woche) und Felix Platte (Oberschenkelprellung) aus.

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