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Dank Doppeltorschütze Serdar Dursun dreht Darmstadt das Auswärtsspiel in Aue.

3:1-Sieg in Aue

Darmstadt 98: Plötzlich oben dabei

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
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Der SV Darmstadt 98 besiegt Erzgebirge Aue mit 3:1 und liegt nur drei Punkte hinter dem Tabellendritten zurück.

Einen Tag vor dem Auswärtsspiel bei Erzgebirge Aue hatte Dimitrios Grammozis den Fokus noch auf den Klassenerhalt gerichtet. Nein, nein, die gesammelten 39 Punkten reichten noch nicht zur fixen Qualifikation für ein weiteres Jahr in Liga zwei, ließ der Trainer vom SV Darmstadt 98 am Montag verlauten. Seit Dienstagabend ist das Thema Klassenerhalt für die Südhessen keines mehr, stattdessen jenes vom Aufstieg in die Bundesliga. Die Südhessen besiegten Aue völlig verdient mit 3:1 (1:1) und sind ganz plötzlich ganz oben dabei. Sie liegen als Tabellenfünfter nur noch drei Zähler hinter dem dritten Rang zurück.

Zwar kann der VfB Stuttgart, die Mannschaft auf der am Saisonende zur Relegation berechtigenden Position, am Donnerstag im Zweitligatopspiel gegen den Hamburger SV seinen Vorsprung auf die Darmstädter wieder ausbauen, doch auch der HSV liegt als Tabellenzweiter nur noch vier Zähler vor dem SV 98.

Stürmer Serdar Dursun trifft doppelt für Darmstadt

Die Darmstädter, bei denen der am Saisonende scheidende Coach Grammozis erstaunlicherweise gleich fünf personelle Wechsel im Vergleich zum überzeugenden 4:0-Sieg gegen den FC St. Pauli vornahm, begannen in Aue überlegen und ließen sich doch anfangs überrumpeln. Nach acht Minuten vertendelte der frisch ins Team beorderte Rechtsverteidiger Matthias Bader den Ball, Florian Krüger traf zur Führung für die Gastgeber.

Die Lilien aber bewahrten die Ruhe in der Stille von Aue und schlugen bereits nach 19 Minuten zurück. Flügelspieler Braydon Manu wurde im Strafraum gefoult, Ersatzkapitän Tobias Kempe, der die Armbinde anstelle des frischgebackenen Vaters Fabian Holland trug, wuchtete die Kugel aus elf Metern präzise unter die Latte. Der verdiente Ausgleich.

Kurz nach dem Seitenwechsel köpfte der angreifende Darmstädter Verteidiger Nicolai Rapp dann den Ball ins Aue-Tor, stand aber zuvor einige Zentimeter im Abseits. Genau richtig platziert war dagegen Torjäger Serdar Dursun, als er nach 72 Minuten eine scharfe Flanke von Sebastian Hertner per Flugkopfball zur 2:1-Führung für die Lilien über die Linie drückte. Neun Zeigerumdrehungen vor dem Abpfiff machte Dursun mit seinem zweiten Tor des Tages und seinem 13. der Saison den Auswärtssieg perfekt.

SV Wehen Wiesbaden bleibt Vorletzter

Der zweite hessische Zweitligist, der SV Wehen Wiesbaden, verpatzte dagegen das Kellerduell gegen den SV Sandhausen. Im eigenen Stadion verloren die Landeshauptstädter gestern mit 0:1 (0:1). Dennis Diekmeier traf für die Gäste kurz der Pause. Es war der erste Profitreffer des 30-jährigen Defensivspielers in seinem 288. Einsatz. Die Wehen Wiesbadener bleiben nach der zweiten Niederlage nacheinander Vorletzter.

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