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Zwei starke Charaktere: Darmstadts Trainer Markus Anfang (links) und Präsident Rüdiger Fritsch.
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Zwei starke Charaktere: Darmstadts Trainer Markus Anfang (links) und Präsident Rüdiger Fritsch.

SV Darmstadt 98

Trainer Anfang verlässt Darmstadt 98 und geht zu Werder Bremen

  • Daniel Schmitt
    vonDaniel Schmitt
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Markus Anfang wollte zu Werder Bremen, Werder Bremen wollte Markus Anfang. Nun bekommen sie ihren Willen. Der Trainer verlässt den SV Darmstadt 98.

Eigentlich wollten sie nach der verzwickten, aber letztlich ordentlichen Saison einfach ein paar Tage nichts voneinander hören, abschalten vom ganzen Trubel. Und dann, so der Plan, sollte es Mitte Juni wieder losgehen, mit frischem Tatendrang sollte gemeinsam ans Erreichte der zurückliegenden Zweitligarückrunde angeknüpft werden – daraus wird nichts.

Der SV Darmstadt 98 und Markus Anfang gehen ab sofort getrennte Weg, der Trainer schließt sich dem Bundesligaabsteiger Werder Bremen an. „Zwar hätten wir gerne weiterhin mit Markus Anfang zusammengearbeitet, doch wir haben uns dazu entschieden, seinem ausdrücklichen Wechselwunsch zu entsprechen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden“, ließ der Darmstädter Sportchef Carsten Wehlmann in einer Mitteilung wissen. Diesbezüglich habe der SVD mit dem SV Werder am Dienstag eine Einigung erzielen können. Anfang zeigte sich erfreut ob dieser Entwicklung: „Ich hatte ein kurioses, aber auch sehr schönes Jahr in Darmstadt und werde immer im Positiven auf meine Zeit bei den Lilien zurückblicken.“ Nach der Kontaktaufnahme von Werder habe für ihn allerdings schnell festgestanden, „dass ich diese Herausforderung annehmen möchte“.

Verbessertes Angebot für Markus Anfang


Ursprünglich stand der 46-Jährige noch eine weitere Saison bei den Lilien unter Vertrag, bereits am Wochenende sickerte aber durch, dass der SV Werder den Coach gerne verpflichten würde, gefolgt von der Nachricht am Montag, dass Anfang seinerseits für einen Wechsel bereit stünde. Bloß: Das anfangs von den Bremern unterbreitete Angebot, eine Ablöse von 200.000 Euro, war dem SVD zu gering. Verständlich. Der „Kicker“ erklärte den Anfang-Wechsel daher am Montagabend bereits für geplatzt – vorerst geplatzt wäre die bessere Formulierung gewesen.

Nun nahmen die Darmstädter ein verbessertes Angebot aus Bremen an, über die exakte Höhe hüllen sich die Klubs in Schweigen. Die Ablöse soll sich dem Vernehmen nach aber auf rund 400.000 Euro belaufen. „Nach einem intensiven Auswahlprozess sind wir froh, dass wir mit Markus eine Einigung erzielen konnten. Er hat auf seinen bisherigen Stationen als Cheftrainer im Profifußball gezeigt, dass er aus unterschiedlichen Gegebenheiten viel schaffen kann, dass er Siegermentalität vorleben und eine Mannschaft entwickeln kann“, teilte der Bremer Sportchef Frank Baumann mit.

Die Lilien-Seite hatte sich zuvor ob des Ablaufs der Verhandlungen irritiert gezeigt, gegenüber dem „Kicker“ fiel in Bezug auf die ursprünglich gebotene Ablösesumme gar das Wort „Frechheit“. Da war jemand fuchsteufelswild. Doch hätte es sich der SVD wirklich erlauben, auf eine Vertragserfüllung des Trainers zu pochen? Nein! Das wäre ein Vabanquespiel geworden, bei Niederlagen wären sofort die Diskussionen um Anfang und dessen Arbeitseifer hochgekocht. Die Trennung war also nur folgerichtig, wenngleich auch ärgerlich für die Südhessen. Sie müssen nun bis zum Vorbereitungsstart Mitte Juni einen neuen Chefcoach finden.

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