Einspruch

Darmstadt 98 bleibt gelassen

Dresden mit Einspruch gegen Spielwertung.

Beim SV Darmstadt 98 kennen sie sich mit solch Situationen ja bestens aus. Ende November war es, da siegten die südhessischen Zweitligafußballer bei Hannover 96, mussten im Anschluss aber noch um ihre drei Punkte zittern. Die Niedersachsen hatten Protest gegen die Spielwertung eingelegt, weil die Rücknahme des vermeintlichen Ausgleichstores von Marc Stendera regelwidrig gewesen sei. Das DFB-Sportgericht folgte dieser Einschätzung nicht und bekommt es bald erneut mit einem Fall samt Darmstädter Beteiligung zu tun.

Gestern legte Dynamo Dresden Einspruch gegen die Wertung der 2:3-Heimniederlage des Freitagduells gegen den SV 98 ein. „Wir sind als Geschäftsführung dazu verpflichtet, Schaden von unserem Verein fernzuhalten. Deshalb haben wir fristgemäß Einspruch gegen die Wertung des Spiels eingereicht, weil unserer Meinung nach laut der Rechts- und Verfahrensordnung des DFB ein Regelverstoß des Schiedsrichters vorlag und so der Ausgang des Spiels zu unserem Nachteil beeinflusst wurde“, sagte Dresden-Geschäftsführer Ralf Minge.

Stein des Anstoßes ist das nicht gegebene Tor zum vermeintlichen 3:3 von Patrick Schmidt (72.). Es war nach Intervention des Videoüberprüfung des Referees Michael Bacher aberkannt worden. Grund: Der Dresdener Nikolaou stand beim Pass auf Schmidt passiv im Abseits und soll dann den Darmstädter Dumic aktiv behindert haben. Zumindest zweifelhaft. Dennoch bleibt Lilien-Sportdirektor Carsten Wehlmann gelassen. Er sagte gestern: „Da der Schiedsrichter sich die Szene im Anschluss in der Reviewarea angeschaut und bewertet hat, gehen wir wie in dem von Hannover 96 angestrengten Einspruchsverfahren von einer unanfechtbaren Tatsachenentscheidung aus.“

Statt sich mit der Vergangenheit zu beschäftigen, richtet sich der Blick bei den Lilien-Bossen offenbar in die Zukunft. Dem Vernehmen nach soll der am Saisonende auslaufende Vertrag von Trainer Dimitrios Grammozis bald verlängert werden. (dani/dpa)

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