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Manuel Wintzheimer am Boden. Darmstadts Torwart Marcel Schuhen deutet eine Schwalbe an.

Darmstadt 98

Schmettern und twittern: Die Darmstädter Lilien sind stinksauer nach dem Videobeweis in Hamburg

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Im Namen der Gerechtigkeit ist der Videoassistent für die neue Zweitligasaison eingeführt worden, doch gleich am ersten Spieltag sind die Probleme der Technik zutage getreten, in zugespitzter Form.

Der späte wie umstrittene Elfmeterpfiff in Hamburg nach Videobeweis hat dem SV Darmstadt 98 beim 1:1 (0:0) nicht nur den Auswärtssieg gekostet, sondern auch reichlich Nerven. Mittelfeldspieler Marvin Mehlem wurde dabei beobachtet, wie er auf dem Weg nach drinnen das Plexiglas des Spielertunnels mit Tritten malträtierte, um dann eine Tür zur Kabine derart zuzuschmettern, dass eine Glasscheibe zu Bruch ging. 

Es ist davon auszugehen, dass die Darmstädter für den Schaden aufkommen. Felix Platte, verletzt in Südhessen gebliebener Angreifer, machte seinem Unmut derweil von der Couch aus Luft, schrieb bei Twitter: „Jetzt schon wieder genug vom Videobeweis! Warum wird es nicht einfach abgeschafft, wenn man es nicht hinbekommt? Verstehe es nicht.“ Plattes Meinung darf als repräsentativ gelten im Lager der Lilien.

Im Namen der Gerechtigkeit ist der Videoassistent für die neue Zweitligasaison eingeführt worden, doch gleich am ersten Spieltag sind die Probleme der Technik zutage getreten, in zugespitzter Form. Hatte der Darmstädter Dario Dumic erst den Ball und dann den Gegner getroffen in der fünften Minuten der Nachspielzeit? Oder doch gar nur Gegner, den Hamburger Manuel Wintzheimer? Weder Stand- noch Bewegtbilder klären das eindeutig. 

Für solche Fälle ist vorgesehen, dass die Ursprungsentscheidung des Schiedsrichters bestehen bleibt. Doch DFB-Mann Robert Hartmann machte in der „Review-Area“ eine Kehrtwende und zeigte auf den Elfmeterpunkt. HSV-Mann Aaron Hunt erzielte das 1:1 (98.). „Der Schiedsrichter hat sich die Szene lange angeguckt, das spricht ja eher gegen eine klare Fehlentscheidung, die revidiert werden muss“, sagte Lilien-Torschütze Tim Skarke. „Wir hätten es verdient gehabt, zu gewinnen.“ Diese Meinung wiederum war angesichts der HSV-Dominanz nicht wirklich repräsentativ.

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