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Hat Grund zum Hadern: Lilien-Trainer Dimitrios Grammozis.

Darmstadt 98

Das Ergebnisproblem

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Die Lilien spielen ordentlich, nähern sich aber den Abstiegsplätzen an - eine Situation, die ihnen unangenehm bekannt vorkommt.

Der SV Darmstadt 98 nähert sich zurzeit Schrittchen für Schrittchen einer unliebsamen Situation an, die dem Zweitligaverein aus dem Südhessischen bestens bekannt vorkommen dürfte, die er aber eigentlich tunlichst vermeiden will. Nämlich nach einem erfolgreichen Saisonstart im Sommer in eine veritable Krise im Herbst zu schlittern. 2017 erlebte das Trainer Torsten Frings mit den Lilien, 2018 erging es Dirk Schuster kaum besser. Am Ende steckten die Darmstädter jeweils tief im Tabellenkeller fest und die Trainer waren bald ihren Job los.

Nun ist es ja gerade erst Spätsommer, es sind nur sieben Saisonpartien gespielt, die dritte Herbstkrise nacheinander kann also noch vermieden werden, als Tabellen-15. liegen die Darmstädter aber schon jetzt trotz eines guten Saisonstarts nur einen Zähler vor der Abstiegszone. In den letzten fünf Spielen konnten die Kicker vom Bölle keinen Sieg verbuchen, einzig zwei Unentschieden im eigenen Stadion gegen Dresden und Nürnberg stehen auf der Habenseite. Das ist eindeutig zu wenig. Zum einen, weil die Leistungen seit Wochen recht ordentlich sind und mehr Punkte verdient hätten. Zum anderen, weil vor allem am vergangenen Freitag bei der 0:1-Niederlage in Heidenheim mehr drin gewesen wäre. „Wir sind ergebnistechnisch natürlich enttäuscht“, sagte Trainer Dimitrios Grammozis nachher, dessen Aussage das Folgende quasi implizierte: „Die Art und Weise, wie wir uns präsentieren, ist sehr positiv.“

In der Tat: Wie schon in den zwei Spielen zuvor gegen Sandhausen (0:1) und Nürnberg (3:3) war die Leistung der Darmstädter auch in der Stadt an der Brenz in Ordnung. So lieferten sowohl der SV 98 als auch der FCH sicher kein Topspiel ab, von dem alleine im ersten Abschnitt 88 Fehlpässe zeugten, insgesamt aber standen die Darmstädter defensiv recht sicher und errannten sich im Konterspiel die eine oder andere Gelegenheit. Tim Skarke traf in Hälfte eins nur den Heidenheimer Torhüter, Ognjen Ozegovic in Hälfte zwei die Latte. Alles in allem aber zappelte der Ball nur einmal im Netz – Robert Leipertz überwand Florian Stritzel (58.), und der ist nun mal Torwächter der Lilien. „Wir werden nicht nervös“, beteuert Außenstürmer Skarke. Sein Verteidigerkollege Patrick Herrmann sagt: „Wenn wir diesen Weg weitergehen, wird das Glück zurückkommen.“

Der Leiter der Kompanie, Trainer Grammozis, will alleine darauf nicht setzen. Er appelliert stattdessen an seine Spieler, sich nicht wegen der ordentlichen Auftritte in Sicherheit zu wiegen: „Wir müssen daran arbeiten, dass die guten Leistungen auch in Punkte umgemünzt werden.“

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