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Darmstadts Sportdirektor Carsten Wehlmann wird viele Transfers wuppen müssen.
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Darmstadts Sportdirektor Carsten Wehlmann wird viele Transfers wuppen müssen.

Lilien

Darmstadt 98 im Umbruch: Puzzeln auf dem Golfplatz

  • Daniel Schmitt
    VonDaniel Schmitt
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Der Abwehrboss geht, der Mittelfeldchef wird umworben, ein Torjäger ist auf dem Sprung. Das anstehende Personalpuzzle bei den Lilien ist Risiko und Chance zugleich.

Diese Saison mit den vielen Auf und Abs, den späten Siegtreffern und Last-Minute-Pleiten, den Traumbuden und Slapstickeigentoren, sie ist ja gar nicht ganz vorbei. Drei Runden sind noch zu gehen für den Fußballzweitligisten Darmstadt 98 – am Freitag (18.30 Uhr) in Hannover, danach gegen Heidenheim und schließlich in Kiel. Doch auch wenn es niemand richtig sagen will rund ums Bölle: Viel los wird da nicht mehr sein. Als Tabellenzehnter mit 42 Punkten stehen die Lilien im gesicherten Mittelfeld, sicherer geht’s kaum. Lediglich ein versöhnlicher Ausklang treibt die Truppe von Trainer Markus Anfang an – und vielleicht die eine oder andere Prämie, aber gut.

Insofern lässt sich in aller Ruhe die nächste Spielzeit planen. Die aktuelle beenden die Darmstädter derweil ab dem 12. Mai im für alle Vereine vorgeschriebenen Quarantäne-Trainingslager – in einem Golfhotel im südhessischen Gernsheim. Trainer Anfang und Sportchef Carsten Wehlmann werden jedenfalls einen großen Umbruch wuppen müssen, das ist schon jetzt klar.

Darmstadt 98: Höhn geht, Dursun wohl auch

13 Spielerverträge laufen aus, darunter einige von Führungsfiguren. So wird Abwehrchef Immanuel Höhn den Klub verlassen, auch eine Vertragsverlängerung von Serdar Dursun ist fast ausgeschlossen. Der Torjäger flirtete erst mit Schalke, nun ist er in einem innigen Austausch mit dem HSV, auch Klubs aus der Türkei sollen um ihn buhlen.

Zudem steht Mittelfeldmann Victor Palsson auf dem Sprung zu Dimitrios Grammozis, seinem Ex-Trainer, der in Gelsenkirchen-Buer gerade dabei ist, aufstiegstaugliches Personal zusammenzukarren. Immerhin: Eine Ablöse zwischen 500 000 und 800 000 Euro könnte dem SVD winken, wenngleich das Wegbrechen der Achse Höhn/Palsson/Dursun sportlich ein herber Verlust wäre. Zum Vergleich: Auf Eintracht Frankfurt übertragen, würde das in etwa bedeuteten, Martin Hinteregger, Sebastian Rode und André Silva auf einen Schlag zu verlieren.

Darmstadt 98: Was passiert mit den Leihspielern?

Offen ist, wie es mit den Darmstädter Leihspielern Nicolai Rapp (Union Berlin), Lars Lukas Mai (FC Bayern), Samuele Campo (FC Basel) und Christian Clemens (1. FC Köln) weitergeht. Letztgenanntes Trio kommende Saison in Darmstadt anzutreffen, ist unwahrscheinlich. Zum einen, weil sich Verteidiger Mai zu Höherem berufen fühlen könnte – vielleicht nicht zu den Bayern, aber zu einem schwächeren Bundesligisten. Zum anderen, weil das Doppel-C kaum (Clemens) bis gar nicht (Campo) überzeugen konnte. Alles in allem: viele Baustellen.

Und darin liegt die Crux. Bereits nach dem vergangenen Transfersommer nörgelte Anfang am Kader rum - wohlwissend, dass in einengenden Corona-Zeiten nicht alle Wünsche erfüllt werden konnten. „Ich hätte mir gewünscht, dass wir viele Sachen anders umgesetzt hätten“, sagte Anfang damals der FR: „Der Kader ist reduziert worden, Gehaltsstrukturen sind verändert worden, und es sind junge Spieler dazugekommen, die viel Potenzial haben, aber wenig oder keine Erst- und Zweitligaerfahrung.“

Ob Sportchef Wehlmann dem Coach bald mehr Wünsche erfüllen kann - sprich: ob er erfahrene Zweitligaprofis verpflichtet, die die Lilien ins vordere Tabellendrittel kicken – ist fraglich. Bisher steht Linksverteidiger Emir Karic (SCR Altach) als Neuer fest, zudem soll Innenverteidiger Jannik Müller (Dunajska Streda/Slowakei, früher Dresden) kommen. Wehlmann, der bisher eine durchwachsene Transferbilanz vorzuweisen hat, wird liefern müssen. Wie so oft gilt: Das anstehende Personalpuzzle ist Risiko und Chance zugleich.

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