Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Baby-Jubel: Serdar Dursun (rechts) lässt alle an seinem Glück teilhaben.
+
Baby-Jubel: Serdar Dursun (rechts) lässt alle an seinem Glück teilhaben.

SV Darmstadt 98

Serdar Dursun: Baby-Glück! Dreierpack! Bundesliga?

  • Daniel Schmitt
    VonDaniel Schmitt
    schließen

Serdar Dursun schießt Darmstadt 98 zum zweiten Sieg in Serie – und sich selbst wohl zu einem anderen Klub.

Ein großer schwarzer Lufballon, eine Nadel und zwei gespannte Menschen, die laut herunter zählen: Zehn, neun, acht, sieben ... drei, zwei, eins. Peng! Hellblaue Schnipsel schwirren durch die Luft, Serdar Dursun hüpft herum, rennt einmal quer durch den Garten, ballt die Fäuste, springt seiner Frau Yasemin in die Arme, beide schreien, sehr laut, „jaaa“. Familie Dursun bekommt Zuwachs, einen Jungen. Im August soll es so weit sein.

Mit diesem in den Sozialen Medien veröffentlichen Video teilte Yasemin Dursun dieser Tage Freunden, Bekannten, auch der Öffentlichkeit mit, was da bald für ein tolles Ereignis auf sie und ihren Mann zukommt. Serdar Dursun, der Fußballer von Zweitligist Darmstadt 98, wählte einen anderen Weg. Er schoss Tore. Schon vergangenen Woche beim 3:2-Sieg in Paderborn war er zweimal erfolgreich und jubelte anschließend mit Ball unterm Trikot – Stichwort Babybauch.

Darmstadt 98: Serdar Dursun und der Baby-Jubel

Die TV-Kamera fing ihn dabei jedoch nicht ein. Also einfach noch mal: Am Samstagmittag schoss Dursun im stürmischen Darmstadt beim verdienten 4:1 (2:0)-Heimsieg gegen Erzgebirge Aue gleich drei Tore – und natürlich schnappte er sich auch diesmal wieder zum Jubeln den Ball und verstaute ihn unterm weiß-blauen Jersey. „Der Baby-Jubel bringt mir scheinbar Glück. Wir freuen uns sehr auf unseren Sohn“, sagte der 29-Jährige nach dem Spiel: „Bei uns sagt man: Wenn du ein Kind erwartest, wird dich Gott belohnen. Das spüre ich gerade.“

Bereits nach vier Minuten verwertete Dursun aus aus kurzer Distanz, später köpfte er eine Freistoßflanke ins Netz (27.) und traf mit einem Fernschuss (67.). Noch nie zuvor hatte der Knipser einen Dreierpack in einem Profispiel gemacht. „Ich träume seit meiner Kindheit davon. Ich bin sehr glücklich.“

Darmstadt 98: Zwei wichtige Siege

Die Darmstädter waren gegen Aue und ihren Ex-Trainer Dirk Schuster die bessere Mannschaft, wenngleich das Ergebnis zu deutlich ausfiel. Eine Gelb-Rote-Karte für Gästespieler Louis Samson (60.) sowie viele ausgelassene Torchancen der Sachsen begünstigten den klaren Erfolg. Für Aue konnte lediglich Dimitrij Nazarov (79./Handelfmeter) verkürzen, ehe der starke Mathias Honsak den Schlusspunkt zum 4:1 setzte (90.) – der zweite Darmstädter Sieg in Serie also, ein Novum in dieser Spielzeit.

„Wir haben jetzt in zwei Spielen sieben Tore geschossen und sechs Punkte geholt. Das ist positiv. Doch wir sind noch lange nicht raus und haben jetzt gegen Braunschweig ein schweres Spiel vor der Brust“, wollte der Darmstädter Trainer Markus Anfang trotz der wichtigen Punkte im Kampf gegen den Abstieg nicht zu viel Begeisterung aufkommen lassen. „Zwei Siege in Serie sind in so einer Phase unheimlich wichtig. Trotzdem haben wir noch nichts erreicht und müssen fokussiert bleiben“, hat Dursun den Hinweis seines Chefs offenbar verstanden.

Darmstadt 98: Vertrag von Serdar Dursun läuft aus

Der gebürtige Hamburger ist nicht nur, wie Coach Anfang sagt, „ein wertvoller Spieler“, er ist fast schon die Lebensversicherung für die Lilien. Trotz einer Schwächephase zu Jahresbeginn steht er bei 15 Saisontoren, den Wert aus der vergangenen Runde (16) dürfte er packen. Nicht umsonst schoben die Darmstädter Bosse rasch einen Riegel vor, als anderen Klubs dem Stürmer im Winter Avancen bezüglich eines Wechsels machten. Im Sommer werden sie das aber nicht mehr machen können.

Der Vertrag von Dursun läuft aus, und es scheint so, als sei der Angreifer dem Zweitligisten entwachsen und daher über den Juni hinaus nicht zu halten. Selbst sagt er ziemlich direkt: „Man darf im Fußball nie nie sagen. Aber ich habe auch höhere Ziele. Ich möchte natürlich in die Bundesliga und für die türkische Nationalmannschaft spielen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare