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Setzte in Dresden frische Akzente: Darmstadts Rechtsverteidiger Matthias Bader (li.).

Darmstadt 98

Angenehme Qual

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Zweitligist Darmstadt 98 will gegen Sandhausen seinen Aufwärtstrend fortsetzen.

Dimitrios Grammozis hat das „große Ziel“, an Sandhausen „vorbeizuziehen“, wie er selbst sagt, was eigentlich kein sonderlich schwieriges Unterfangen ist. Auf der kurzen Fahrt die A5 hinunter muss es nur gelingen, die Ausfahrt Richtung Schwetzingen zu verpassen – schon ist man vorbeigezogen an Sandhausen. Aber natürlich hat Grammozis, der Trainer des Fußball-Zweitligisten, das in einem tabellarischen Sinne gemeint, und tabellarisch gesehen ist das Ganze schon wesentlich komplizierter.

„Gegen Sandhausen ist es nie einfach zu spielen, weil sie eine hohe Intensität in ihrem Spiel an den Tag legen“, sagt Grammozis vor dem Heimspiel der Lilien am Sonntag (13.30 Uhr) gegen die Nordbadener, die mit 27 Punkten auf Platz zehn rangieren. Einen Zähler und einen Rang weiter hinten: Darmstadt 98, die Unentschiedenkönige vom Böllenfalltor.

Die Sandhäuser sind den Lilien in den vergangenen Wochen schwer entgegengekommen mit zuletzt zwei Niederlagen in Folge. Die Darmstädter haben gleichzeitig einen kleinen Aufwärtstrend etabliert, fünf Punkte aus drei Spielen im neuen Jahr, und vor allem der aufregende Auswärtssieg (3:2) bei Dynamo Dresden vor einer Woche könnte Effekte haben, die über den Gewinn von drei Punkten hinausgehen.

Knackpunkt auf rechts

„Das hat uns sehr gut getan“, berichtete Grammozis auf der Pressekonferenz am Freitag: „Man sieht deutlich, dass die Jungs in dieser Woche sehr viel aus dem Sieg in Dresden ziehen konnten.“ Auch körperliche Beschwerden sind nicht übriggeblieben aus dem Duell bei den Sachsen. Bis auf Innenverteidiger Mathias Wittek, der mit seinem Kreuzbandriss in dieser Saison nicht mehr zur Verfügung stehen wird, sind alle Mann an Bord. „Ich freue mich auf einen vollen Kader“, sagt Grammozis, der nun mit der Qual der Wahl umgehen muss.

Da wäre zum Beispiel die Sache mit den Rechtsverteidigern. Patrick Herrmann war maßgeblich beteiligt an Gegentoren beim Spiel in Kiel (1:1) und gegen Osnabrück, auch deshalb schickte Grammozis in Dresden Neuzugang Matthias Bader von Beginn an ins Rennen. Um ihn nach 60 Minuten wieder gegen Herrmann auszutauschen. Eine Kraftfrage. „Er musste viele Wege machen – nicht nur in der Defensivarbeit, sondern auch in der Offensive. Gerade in der ersten Halbzeit konnte er vorne viele Akzente setzen“, so Grammozis. Herrmann wiederum habe neue Stabilität für die Defensive gebracht. Jedenfalls: „Die rechte Abwehrseite ist eine Position, die uns viel überlegen lässt, welche Konstellation am besten passen könnte.“ Ein Luxusproblem, mit dem Grammozis sich gerne befasst.

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