1. Startseite
  2. Sport

Corona-Richtlinien: Frust bei Eintracht-Fans

Erstellt:

Kommentare

Im Stadion werden weiter viele Plätze frei bleiben.
Im Stadion werden weiter viele Plätze frei bleiben. © dpa

Gegen die Bayern dürfen nur 10 000 Plätze im Stadion besetzt werden. Dagegen klagen wird der Frankfurter Bundesligist nicht.

Es ist nicht so, dass Eintracht Frankfurt gerade begeisternden Fußball spielen würde. Von den sechs Spielen, die es seit Jahresbeginn gab, hat die Mannschaft nur eines gewonnen. Im heimischen Stadion im Stadtwald gab es drei Pleiten, am Samstag setzte es in Köln eine ernüchternde 0:1-Niederlage. Harte Zeiten für die Fans. Aber: Am nächsten Samstag kommen die Bayern.

Das Duell gegen den deutschen Rekordmeister aus München war in Frankfurt immer ausverkauft. Zu dem Spiel gegen die Bayern pilgern Menschen ins Stadion, die man dort nur sehr selten sieht. Das allerdings wird in diesem Jahr nicht gehen.

Denn wegen der Corona-Richtlinien darf die Eintracht nur 10 000 Tickets verkaufen, von denen gemäß der Richtlinien der Deutschen Fußball Liga auch noch 500 nach München gehen müssen. Nur Inhaber:innen von Dauerkarten konnten sich auf eine Karte bewerben. Die meisten wurden enttäuscht. Auch wenn die aktive Fanszene, insbesondere die Ultras, die Spiele wegen der geltenden Regeln nicht besucht, gab es wesentlich mehr Bewerbungen als Tickets.

Volles Haus ab 20. März

Die ohnehin nur vage Hoffnung, Hessen könnte ähnlich wie Bayern von den bei der Bund-Länder-Konferenz getroffenen Beschlüssen abweichen und mehr Fans zulassen, zerschlug sich am Montag. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) stellte klar, dass bis zum 4. März maximal 10 000 Menschen bei Großveranstaltungen im Freien zugelassen sind. Danach erhöht sich die Zahl auf 25 000. Ab dem 20. März, wenn die meisten Beschränkungen wegfallen sollen, hofft die Eintracht wieder auf ein volles Haus. Bis zu 51 500 Fans könnten dann kommen.

Eine Klage gegen die derzeit geltenden Regeln plant der Klub nicht. Das erklärte Eintracht-Justiziar Philipp Reschke am Montag im Gespräch mit der FR. Bei der Entscheidung gegen juristische Schritte spielte auch die Erfahrung des 1. FC Köln eine Rolle, der am Samstag gerne vor 25 000 Zuschauer:innen gegen die Eintracht gespielt hätte, vor Gericht aber mit einem Eilantrag scheiterte.

So gehen viele Eintracht-Fans bei der Ticket-Lotterie leer aus und machen ihrem Ärger in den sozialen Medien Luft – teils mit gänzlich unbelegten Mutmaßungen, bei der Verlosung seien Zuschauer:innen mit teuren Dauerkarten bevorzugt worden.

Noch emotionaler dürfte die Diskussion vor dem Europacup-Spiel der Eintracht am 17. März geführt werden. Weil der Termin drei Tage vor dem Wegfall der Beschränkungen liegt, dürfen – Stand jetzt – nur 25 000 Fans ins Stadion. Verkaufen könnte die Eintracht womöglich die doppelte bis dreifache Menge an Tickets. Europapokal-Abende haben in Frankfurt eine besondere Bedeutung, zumal ein attraktiver Gegner wie Barcelona, Neapel oder Glasgow möglich ist.

Auch interessant

Kommentare