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Brittney Griner: Ein politischer Spielball

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Von: Timur Tinç

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Zu neun Jahren Haft verurteilt: Brittney Griner.
Zu neun Jahren Haft verurteilt: Brittney Griner. © AFP

Das Hafturteil in Russland gegen die US-Basketballerin Brittney Griner war im Grunde nur ein formaler Akt. Nun dürfte es zwischen den Ländern erst richtig zur Sache gehen. Ein Kommentar.

Das Verfahren gegen die US-amerikanische Basketballspielern Brittney Griner war von Anfang an eine Farce. Ja, sie hätte wissen müssen, dass sie kein Cannabis-Öl nach Russland hätte bringen dürfen. Der ganze Prozess im Gericht und auf diplomatischer Ebene hat gezeigt, dass Griner ein Spielball von politischen Interessen ist.

Das Urteil zu neun Jahren Haft war letztlich nur der formale Akt, um in die offiziellen Verhandlungen für einen Gefangenenaustausch gehen zu können. Im Gespräch ist der in den USA inhaftierte Russe Viktor Bout. Er ist zu 25 Jahren Haft verurteilt worden, weil er Waffen unter anderem an Al-Kaida, die Taliban und Rebellen in Ruanda verkauft hat.

Causa Brittney Griner: Ein Gefangenaustausch wird verhandelt

Schon in der Vergangenheit haben beide Länder Gefangene ausgetauscht. Mit dem fortwährenden russischen Angriffskrieg in der Ukraine werden sich die Verhandlungen jedoch zäher gestalten. Der Deal könnte für die USA noch schmutziger werden, als er es ohnehin wäre.

Vielleicht löst der Prozess auch eine Debatte in den USA über die Legalisierung von Cannabis aus. Und bei der WNBA muss ebenfalls darüber diskutiert werden, die Gehälter so zu erhöhen, damit die Spielerinnen erst gar nicht nach Russland müssen, um Geld zu verdienen.

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