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In Topform: Jean-Paul Boetius von Mainz 05.
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In Topform: Jean-Paul Boetius von Mainz 05.

Ausgeruht in den Norden

Breite Brust bei schmaler Brust

  • Jan Christian Müller
    vonJan Christian Müller
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Mainz 05 kann Werder Bremen mit in den Abstiegskampf ziehen, die Voraussetzungen dafür sind gar nicht mal so schlecht.

Der Mainzer Trainer Bo Svensson hat vor dem in der Tat nicht ganz unwichtigen Auswärtsspiel am Mittwochabend (20.30 Uhr) bei Werder Bremen natürlich mitbekommen, dass die Hanseaten von ihrem Trainer Florian Kohfeldt auf Mainz 05 besonders scharfgestellt werden. Denn das Bremer 1:4 am Sonntag bei Borussia Dortmund war schon die fünfte Niederlage in Folge - Negativ-Vereinsrekord nach 1:3 gegen Bayern, 1:2 gegen Wolfsburg, 0:1 in Stuttgart, 1:4 gegen Leipzig, 1:4 in Dortmund. Das bedeutet: Werder ist der Abstiegszone bedrohlich nah gekommen, ein Mainzer Sieg würde die Grün-Weißen wieder dorthin bringen, wo sie vergangene Saison ewig gezittert haben: in die unmittelbare Abstiegszone.

Was die Trainer Kohfeldt und Svensson verbindet: Sie waren beide zuletzt unzufrieden mit der Leistung ihrer Truppe. Der gravierende Unterschied: Svensson hat mit Mainz dabei 3:2 in Köln gewonnen und drei Punkte geholt, ehe die Partie am Sonntag gegen Hertha BSC wegen der Corona-Quarantäne des Gegners ausfiel. Vorteil Mainz 05, das ausgeruht und ohne Verletzungsprobleme nach Bremen düst.

Der nächste Vorteil der Rheinhessen ist damit bereits dokumentiert. Denn bei den Gastgebern fehlt nicht nur Abwehrchef Ömer Toprak verletzt, sondern auch dessen Stellvertreter Christian Groß gelbgesperrt. In seiner Not hat Kohfeldt sogar den Altmeister Philipp Bargfrede aus der eigenen zweiten Mannschaft wieder zu den Profis hochgezogen. Der Ur-Bremer stand schon in Dortmund im Kader, nicht ausgeschlossen, dass der 32-Jährige gegen Mainz zu seinem 206. Bundesligaspiel kommt.

Er würde es dann unter anderem mit Jean-Paul Boetius zu tun bekommen, dem derzeit formstärksten Nullfünfer, der zuletzt sowohl als Vorlagengeber und Torschütze auffiel. Zudem hat Svensson dem zu einer gewissen Lässigkeit neigenden Niederländer klargemacht, dass dieser auch gegen den Ball fleißig mitarbeiten muss. Boetius hat das verstanden und tut wie geheißen. Aber Svensson weiß auch: „Er ist ein extrovertierter und emotionaler Mensch dem man auch Freiheiten geben muss.“ Ein wichtiger Mosaikstein dafür, dass der FSV in den vergangenen fünf Partien, in denen Werder mit schmaler Brust null Punkte sammelte, seinerseits mit breiter Brust elf Zähler aufs Konto hievte.

Der Druck ist somit klar verteilt, obwohl die nach den traumatischen Erlebnissen der vergangenen Saison extrem defensiv auftretenden Bremer in der Tabelle noch einen klitzekleinen Vorsprung haben. Kohfeldt druckst gar nicht erst drumherum: „Ich erwarte jetzt, dass wir alle keine Ausreden suchen. Am Mittwoch zählt’s! Mittwoch können wir nicht erzählen, dass wir gegen eine Topmannschaft spielen.“ Kann man so sehen, muss aber nicht: Besser als die unter Svensson viel mutigeren Mainzer waren in der Rückrunde nur der FC Bayern, RB Leipzig, Eintracht Frankfurt und der VfL Wolfsburg.

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