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Jonglieren kann sie: Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg in Wiesbaden.
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Jonglieren kann sie: Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg in Wiesbaden.

Corona beim Frauen-Nationalteam

Bloß gesund bleiben

  • Frank Hellmann
    VonFrank Hellmann
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Die deutschen Fußballerinnen versuchen gegen Norwegen den Spagat.

Mittlerweile stehen die Zweier-Tische im Kempinski Hotel Gravenbruch im großen Essensraum für die deutschen Fußballerinnen noch ein bisschen weiter auseinander als vorher. Geburtstagskind Sophia Kleinherne hat also im Teamquartier in Neu-Isenburg vor den Toren Frankfurts längere Laufwege, als die 21 Jahre alt gewordene Abwehrspielerin einen Zucchini-Pflaumen-Kuchen an die Mitspielerinnen überreichte. Das mag als Appetitanreger für das Testspiel der DFB-Frauen gegen Norwegen (Dienstag 16 Uhr Uhr/ZDF) in Wiesbaden erstmal nicht so lecker klingen, aber gesundheitliche Aspekte können in der Pandemie nicht hoch genug gewichtet werden.

Der erste positive Corona-Fall von Felicitas Rauch, die ebenso wie ihre als Kontaktpersonen ausgemachten Mitspielerinnen Lena Oberdorf, Sara Doorsoun und Svenja Huth zum Heimatverein VfL Wolfsburg zurückgebracht wurde, erscheint mittlerweile in einem anderen Licht: Eine weitere PCR-Testung hat ausschließlich negative Resultate ergeben, wie der DFB mitteilte. Zudem hatte die Spielerin über keinerlei Symptome geklagt. Das Krisenmanagement rund ums Team habe „herausragend“ funktioniert, erklärte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg, man sei jetzt gewiss noch besser geschult.

Lina Magull und Sara Däbritz werden geschont

Obwohl ein härterer Prüfstein als gegen Australien (5:2) wartet, wird die 53-Jährige nicht die beste Elf aufbieten. Der auch im Frauenfußball zunehmend zusammengepferchte Terminplan mache Rücksichtnahme gegenüber den Topspielerinnen erforderlich. „Belastungssteuerung ist ein großes Thema“, sagte Voss-Tecklenburg, die dieser Tage auf dem Sportplatz Rosenhöhe auch keine Doppeleinheiten abhielt.

Ausgerechnet das gegen Australien herausragende Mittelfeldduo mit Lina Magull (FC Bayern) und Sara Däbritz (Paris St Germain) wird nun wohl geschont, nachdem die Münchner Kapitänin bereits sagte: „Ich persönlich bin froh, wenn ich nicht zweimal 90 Minuten durchknallen muss.“ Und auch ihre Mitstreiterin Däbritz wird sich voraussichtlich für das verlegte Viertelfinale der Womens Champions League gegen den Seriensieger Olympique Lyon am Sonntag ausruhen dürfen.

Ann-Katrin Berger steht für Merle Frohms im Tor

Voss-Tecklenburg sieht unter den 17 verbliebenen Feldspielerinnen noch genügend Anführerinnen. Alles voran die etatmäßige Kapitänin Alexandra Popp (VfL Wolfsburg), die nach auskurierter Unterschenkelprellung wieder beginnt. Und dann ist da noch Marina Hegering (FC Bayern), die sich inzwischen selbst „ein bisschen als Abwehrchefin“ bezeichnet. Die Entwicklung der Spätstarterin ist beachtlich, nach einer jahrelangen Verletzungspause gilt die Allrounderin als ganz stabile Persönlichkeit.

Ähnlich ist es übrigens auch bei der von einer Krebserkrankung geheilten Torhüterin Ann-Katrin Berger (FC Chelsea), die ihr zweites Länderspiel bekommt. Die 30-Jährige gehöre zu jenen Torhüterinnen, so Voss-Tecklenburg, „die die Nummer eins angreifen“. Mit Blickrichtung auf die EM 2022 in England soll sich Stammtorhüterin Merle Frohms (Eintracht Frankfurt) ruhig noch steigern.

Grundsätzlich wähnen sich die deutschen Frauen auf dem richtigen Weg, auch wenn die Erfahrung eines Olympischen Fußballturniers diesen Sommer wegen der vermasselten Qualifikation fehlt. Aber inmitten der allseits ermüdenden Pandemie vielleicht mal abschalten zu können, muss ja nicht verkehrt sein.

Und Führungskraft Däbritz, die am Samstag das von den Corona-Schockwellen getroffene Team erst mit einer Regenbogenbinde aufs Feld, dann Talente wie Jana Feldkamp (SGS Essen) oder Jule Brand (TSG Hoffenheim) zu einem mutigen Auftritt führte, glaubt, dass man nächsten Sommer eine Topmannschaft haben wird, „die um den Titel spielt“.

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