Möglicher Spielort für ein Finalturnier der Champions League: die Allianz Arena in München
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Möglicher Spielort für ein Finalturnier der Champions League: die Allianz Arena in München

Champions League

Blitzturnier in München?

  • vonHanna Raif
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Die Champions League könnte verkürzt über die Bühne gehen. Als Spielort hat die Uefa auch das Bayern-Stadion ins Auge gefasst.

Istanbul, St. Petersburg, München: Das ist die offizielle Reihenfolge der kommenden Endspielorte der Champions League. Rund zwei Jahre also muss sich das Team des Fröttmaninger Stadions noch gedulden, bis es wieder Gastgeber des wichtigsten Spiels im europäischen Klub-Fußball ist.

Zehn Jahre nach dem Endspiel 2012 hofft man auf ein neues „Finale dahoam“ für den FC Bayern, „mit einem anderen Ausgang als 2012, damit diese Scharte endlich ausgewetzt ist“, sagte Jürgen Muth zuletzt in einem Interview. Was der Geschäftsführer des Stadions in Fröttmaning damals noch nicht wusste: Dass es womöglich schon im August eine Gelegenheit geben könnte: Die Pläne der Uefa werden gerade hinter verschlossenen Türen ausgetüftelt.

Die Fortsetzung der europäischen Klub-Wettbewerbe ist deutlich komplexer als jene der nationalen Ligen, denen vom Dachverband stets Priorität eingeräumt wurde. Am 17. Juni will das Uefa-Exekutivkomitee über einen Modus für die Champions League beraten. Das wahrscheinlichste Szenario sieht ein Turnier vor, bei dem in jeweils einer Partie Viertel- und Halbfinals sowie Endspiel ausgetragen werden. Istanbul, wo das Finale ursprünglich am 30. Mai hätte stattfinden sollen, scheint für dieses Format nicht passend. Gemunkelt wird über Lissabon, aber auch die Stadt München soll als Option gelten - als alleiniger Spielort oder aber als einer von mehreren in Deutschland.

Der Kalender ist frei

Eine offizielle Anfrage hat es wohl noch nicht gegeben, nach FR-Informationen aber wäre das Team des Münchener Stadions grundsätzlich bereit. Der Kalender ist frei und an alle Eventualitäten anzupassen. Ohnehin geht man davon aus, Ende Juli mindestens noch das Rückspiel des Achtelfinals gegen den FC Chelsea auszutragen. Das Hinspiel hatten die Bayern mit 3:0 gewonnen.

Auch der August ist bereits terminlich geblockt – egal ob für den Saisonstart der Bundesliga oder die Champions League. Der Vorteil, den die Heimstätte von Bayern München als reines Fußballstadion hat: Andere Veranstaltungen müssen nicht abgesagt oder abgestimmt werden. Der Rasen ist in guter Verfassung, man wäre kurzfristig einsatzfähig. Weil ohnehin vier EM-Spiele in Fröttmaning hätten stattfinden sollen, waren für die Sommerpause keine großen Modernisierungs- oder Umbauarbeiten geplant.

Sieben Spiele in vier Wochen würde man schon stemmen können, sagt man hinter verschlossenen Türen. Und ein Zufall ist es bestimmt nicht, dass Oli Kahn am Sonntag bereits über Fröttmaning als Spielort sagte: „Das wäre sicherlich nichts Verkehrtes.“ München, St. Petersburg, München – das würde sich doch auch gut lesen.

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