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Bester Biathlet positiv auf Corona getestet: Rückschlag für DSV

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Von: Antonio José Riether

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Johannes Kühn holte im Dezember seinen ersten Weltcup-Sieg, nun muss er eine Zwangspause einlegen.
Johannes Kühn holte im Dezember seinen ersten Weltcup-Sieg, nun muss er eine Zwangspause einlegen. © Frank Hoermann/Imago Images

Kurz vor dem Biathlon-Weltcup in Ruhpolding wird Johannes Kühn positiv auf das Coronavirus getestet. Somit muss der Sprint-Sieger von Hochfilzen pausieren.

Ruhpolding – Er ist der momentan beste Biathlet Deutschlands, rund drei Wochen vor dem Start der Olympischen Winterspielen muss er nun einen Rückschlag verkraften. Wie der Deutsche Skiverband am Mittwoch mitteilte, ist Johannes Kühn positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er fällt somit kurzfristig für den Weltcup in Ruhpolding aus.

Eine Infektionswelle im deutschen Team ist trotz Kühns Infektion nicht zu befürchten. Der 30-Jährige sei der einzige, bei dem das Virus festgestellt wurde. Alle weiteren PCR-Tests bei den übrigen Teammitgliedern fielen vor dem Weltcup in Bayern negativ aus, erklärte der DSV.

Biathlon: Johannes Kühn mit Coronavirus infiziert – Biathlet gewann im Dezember seinen ersten Weltcup

Kühn soll sich bereits in Isolation begeben haben, meldete sich nach seiner Infektion aber noch nicht selbst zu Wort. Aktuell führen die lokalen Gesundheitsbehörden die Kontaktnachverfolgung durch, so der Weltverband IBU. Die Entscheidung über eine Quarantäne und ihre mögliche Dauer steht somit noch aus.

Der Passauer hätte ursprünglich am Donnerstag beim Sprint der Herren in Ruhpolding antreten sollen, nun muss er durch einen Teamkollegen ersetzt werden. Seinen Startplatz beim Heim-Weltcup in den Chiemgauer Alpen übernimmt der Thüringer Philipp Horn, wie der DSV in einer Mitteilung bestätigte. Kühn wäre als Zehnter des Gesamtweltcups in den Wettbewerb gegangen, im Dezember feierte der Olympiateilnehmer von 2018 seinen ersten Weltcupsieg im österreichischen Hochfilzen. Für den Skijäger war der Erfolg im Sprint zugleich auch der einzige in diesem Olympia-Winter.

Biathlon: IBU nach mehreren Corona-Fällen weiter in Sorge

Die Corona-Infektion von Kühn ist nicht die erste unter den deutschen Biathlet:innen, erst am Montag war der Corona-Fall von Franziska Preuß bekannt geworden. Jedoch steckte sich die 27-Jährige bereits im Dezember an, weshalb sie kommende Woche voraussichtlich wieder antreten kann. Auch die Wasserburgerin verpasst somit ebenfalls die Rennen in Ruhpolding.

Olympia in Peking rückt immer näher, die IBU verzeichnet dabei immer mehr Corona-Fälle. Nachdem auch ein Mitglied der norwegischen Delegation sowie eine Person aus der Ukraine positiv getestet wurden, nehmen die Sorgen weiter zu. Bei den beiden Betroffenen handelt es sich zwar nicht um Athleten, dennoch sorgten die Fälle für Verschärfungen der Überwachungsmaßnahmen. Diese werden in den nächsten Tagen getestet. (ajr)

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