Will mit den deutschen Korbjägern hoch hinaus: Dennis Schröder.
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Steht vor einem großen Karrieresprung: Dennis Schröder wechselt wohl zu den Los Angeles Lakers.

Basketball

Schröders wohl vor Wechsel zu den LA Lakers

Dennis Schröder steht vor dem nächsten großen Schritt auf der Karriereleiter. Von den Oklahoma City Thunder geht es für Deutschlands aktuell besten Basketballer wohl zu den Los Angeles Lakers.

Zuspiel Dennis Schröder, Dunking LeBron James - auf diese Kombination können sich die deutschen Basketball-Fans schon einmal freuen. Denn der Aufbauspieler der Nationalmannschaft steht übereinstimmenden Medienberichten aus den USA zufolge unmittelbar vor einem Wechsel zum amtierenden NBA-Champion Los Angeles Lakers, der angeführt von Superstar James in der am 22. Dezember beginnenden neuen Saison zum Rekord-Meister der besten Basketball-Liga der Welt werden will.

Wie unter anderem EPSN und die „Los Angeles Times“ berichten, haben die Lakers und Schröders bisheriger Club Oklahoma City Thunder bereits die Grundlagen für das Geschäft gelegt, so dass die Zukunft des 27 Jahre alten Point Guards in Kalifornien liegen dürfte. Die Lakers schicken im Gegenzug Danny Green nach Oklahoma und geben zudem bei der anstehenden Rechtevergabe an den Nachwuchstalenten (Draft) am Mittwoch Zugriffsrecht Nummer 28 ab.

Nach Angaben der „Los Angeles Times“ haben die Lakers allerdings schon ihren Erstrunden-Pick für 2022 abgegeben und dürfen das nicht in mehreren Jahren tun - deswegen werde der Deal erst während des Drafts finalisiert werden können. Daran, dass Schröder zukünftig in Kalifornien spielt, gibt es aber keinen Zweifel mehr.

Die Vorfreude auf Dennis Schröder ist beim NBA-Champion schon vor der offiziellen Bekanntgabe des Wechsels groß. Der Braunschweiger als Teil der Lakers - diese Aussicht führte zu einem ausdrücklichen Lob von Club-Legende Magic Johnson für Manager Rob Pelinka und einer optimistischen Analyse in Richtung der Fans auf Twitter: „Dieser Tausch bringt uns in eine Position, das zu wiederholen.“ Gemeint war: Den Titel auch 2021 zu gewinnen und die Lakers mit dem dann 18. Titel zum alleinigen Rekordmeister zu machen.

Schröder wäre in diesem Fall der erst zweite Deutsche nach Dirk Nowitzki, der in der NBA die große Trophäe in die Höhe recken darf. Nowitzki gewann den Titel mit den Dallas Mavericks 2011. Dass Schröder zuletzt den Eindruck erweckte, die Oklahoma City Thunder gar nicht verlassen zu wollen, spielt wegen der Gesetze im US-Sport gar keine Rolle - denn sind sich zwei Clubs einig, müssen Spieler das Trikot wechseln. Nur wenige Profis haben Klauseln in ihren Verträgen, die das ausschließen.

„Ja, ich habe Angebote bekommen“, hatte Schröder erst vor wenigen Tagen im Podcast von Magenta Sport „Abteilung Basketball“ zu Anfragen aus der Vergangenheit gesagt. „Aber ich wollte nie zu den Lakers, zu den Clippers, oder zu den ganzen Namen, die meinen Agenten angerufen haben.“

Doch natürlich wäre es für Schröder eine große Ehre, für die Lakers und vor allem mit Superstars wie LeBron James oder Anthony Davis zu spielen. Für den in der NBA sehr respektierten 27-Jährigen wäre es der dritte Club seit seinem Debüt für die Atlanta Hawks 2013. Nach fünf Jahren in Georgia ging er zu den Thunder, war fortan kein Startspieler mehr, lernte aber viel von Chris Paul und verbesserte seine Werte in allen Bereichen.

In Oklahoma besaß Schröder, der seit dieser Saison in Deutschland alleiniger Besitzer des Bundesligisten Löwen Braunschweig ist, noch einen Vertrag bis 2021, der ihm ein Gehalt in Höhe von 15 Millionen US-Dollar (rund 12,7 Millionen Euro) garantiert hat. Das übernehmen die Lakers und wollen ihm dem Vernehmen nach im Anschluss einen großen neuen Vertrag anbieten.

Insgesamt wirkt der Wechsel für Schröder wie eine Riesenchance. In der Glamour-Metropole ist er willkommen, wird gebraucht und ist wieder ein Mann für die Startaufstellung neben den Stars James und Davis. Zumal in Rajon Rondo und Avery Bradley zwei Guards die Lakers in der nun anstehenden Wechselperiode verlassen könnten.

„Laker Nation, das einzige Problem daran, dass wir LeBron, AD und jetzt auch Dennis Schröder haben ist, dass wir nicht zu den Spielen im Staples Center gehen werden können“, schrieb Magic Johnson. Er scheint keinen Zweifel daran zu haben, dass es sich lohnen würde. (dpa)

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