Champions League

Barças Hang zum Übermut

Katalanen träumen schon vom großen Triumph.

Vor dem Duell des FC Barcelona gegen den SSC Neapel sind sich Marc-André ter Stegen und Arturo Vidal nicht einig. Während der deutsche Fußball-Nationaltorwart betont, dass das Achtelfinalrückspiel der Champions League am Samstag für die Katalanen trotz des Heimvorteils „sehr schwer wird“, schwelgt Vidal nach dem 1:1 im Hinspiel in Optimismus. Nicht nur für das Spiel gegen die Süditaliener. „Ich sehe mich schon, wie ich den Pokal in die Luft hebe“, sagte der frühere Bayern-Profi aus Chile.

Vielleicht ist Vidal bei der Prognose deshalb gewagter, weil er vorerst weniger Verantwortung trägt als ter Stegen. Ebenso wie eine andere Mittelfeldstütze, Sergi Busquets, wird der 33 Jahre alte Routinier im Camp Nou gegen den Tabellensiebten der abgelaufenen Serie-A-Saison wegen einer Sperre zuschauen müssen. Im Interview der Fachzeitung „Mundo Deportivo“ sagte Vidal sogar: „Wir sind verpflichtet, diese Champions League zu gewinnen, weil wir alles Nötige haben: das Team und die Einzelspieler.“ Ter Stegen wird dem Chilenen und anderen Kollegen gegebenenfalls im Privatgespräch das erklären, was er im DAZN-Interview klipp und klar sagte: „Komfortabel ist das Ergebnis (aus dem Hinspiel) natürlich nicht.“ Überheblichkeit dürfen sich Weltfußballer Lionel Messi & Co. jedenfalls nicht wieder leisten, um eine Runde weiterzukommen.

Die „Blamagen wegen fahrlässigen Verhaltens“, wie unter anderem Ex-Klub-Profi Rivaldo sie nennt, sind am Fuß des Tibidabo noch frisch und schmerzhaft in Erinnerung: Zwei Mal in Serie scheiterte man trotz eines hohen Hinspielsieges auf der CL-Zielgeraden: Nach einem 4:1 im Viertelfinale über AS Rom musste Barça 2017 im Rückspiel eine 0:3-Pleite einstecken. Letztes Jahr folgte auf ein 3:0 im Halbfinalhinspiel eine 0:4-Klatsche beim FC Liverpool. (dpa)

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