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„Ich weiß nicht, wann ich jemals so gelitten hatte“ – Jan Frodeno auf Gran Canaria.
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„Ich weiß nicht, wann ich jemals so gelitten hatte“ – Jan Frodeno auf Gran Canaria.

Triathlon

Ausrufezeichen von Altmeister Jan Frodeno

  • Frank Hellmann
    VonFrank Hellmann
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Der Ausnahmetriathlet düpiert auf Gran Canaria den Rivalen Patrick Lange. Es ist bereits ein Vorgeschmack auf das Duell beim Ironman auf Hawaii.

Über die Lust am Gewinnen hat Jan Frodeno im Grunde ein ganzes Buch geschrieben. Seine Biographie „Eine Frage der Leidenschaft“ handelt immer wieder davon, wie ihn das Streben nach Siegen durch die ganze Karriere peitscht – manchmal über die Grenzen des Zumutbaren. Auch in der Corona-Pandemie und nach monatelanger Isolation hat der im spanischen Girona beheimatete Ausnahmetriathlet die Lust am Leiden nicht verloren, wenn er danach als Erster ins Ziel hetzt. Beim Challenge Gran Canaria setzte der 39-Jährige am Samstag über 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21 Kilometer Laufen das nächste Ausrufezeichen und triumphierte nach 3:41:24 Stunden vor dem Spanier Pablo Gonzalez und seinem australischen Freund und Trainingspartner Nick Kastelein. Die Strapazen für den dreimaligen Ironman-Weltmeister (2015, 2016, 2019) waren enorm: „Ich weiß nicht, wann ich jemals so gelitten hatte.“

1:41 Minuten dahinter wurde sein Konkurrent Patrick Lange Vierter. Der 34-Jährige, hinter dem der Freiburger Andreas Böcherer in einem starken Feld Fünfter, der Berliner Nils Frommhold noch Neunter wurde, gab nach seinem Saisondebüt zu: „Ich habe heute alles gegeben und beim Lauf ein wenig zur falschen Zeit überkocht. Ich zeige immer noch gerne den Fortschritt und bin hungrig nach mehr!“ Der in Salzburg lebende Hawaii-Champion von 2017 und 2018 zog bei seiner Paradedisziplin Laufen zu schnell das Tempo an – bei Temperaturen von bereits fast 30 Grad auf der Kanareninsel blieb „Frodo“ letztlich vorne. Das erbitterte Duell könnte einen Vorgeschmack geliefert haben, was am 9. Oktober beim Ironman Hawaii zu erwarten ist, wenn denn die Veranstaltung stattfinden kann.

Kein Start in Frankfurt

Derzeit ist die Ironman-Gruppe vor allem mit Absagen und Verlegungen vieler europäischer Rennen beschäftigt, die wegen der Pandemie teilweise im zweiten Jahr ersatzlos ausfallen. Die Ironman-Europameisterschaft in Frankfurt ist gerade auf den 15. August verschoben worden, wobei die Austragung auch an diesem Termin völlig offen erscheint. Ziemlich sicher ist, dass Frodeno und Lange so oder so dort nicht starten würden. Der Termin liegt einfach zu nahe an Hawaii, und für die Weltmeisterschaft sind die dominierenden Figuren über eine Sonderregel bereits qualifiziert.

Superstar Frodeno würde eine Teilnahme beim neuen Format Collins Cup bevorzugen, eine Art Nationscup für Triathleten mit extrem hohen Gagen am 28. August im slowakischen Samorin. Herausforderer Lange fliegt bald in die USA und denkt erstmal über eine Teilnahme beim Ironman Tulsa am 23. Mai nach. „Im August in Frankfurt zu starten, ist sehr unwahrscheinlich“, sagt sein Manager Jan Sibbersen, „die Zeit für Regeneration und Formaufbau reicht einfach nicht mehr aus.“

Überdies hat die Ironman-Organisation noch keinerlei Verhandlungen, geschweige denn Vereinbarungen mit Topathleten für Frankfurt getroffen. Hinter den Kulissen ist zu hören, dass Ironman wie zahlreiche Sportveranstalter in erheblichen Schwierigkeiten steckt. Teilweise seien Mitarbeitern in einigen Ländern über Nacht gekündigt worden. Dass die beiden deutschen Ironman-Zugpferde sich nun zuerst bei der Konkurrenzserie Challenge duelliert haben, dürfte der Dachmarke auch nicht gefallen.

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