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Absturz mit Ansage

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Von: Patrick Reichelt

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Spielen auf der Tournee kaum ein Rolle: deutsche Skispringer. Foto: dpa
Spielen auf der Tournee kaum ein Rolle: deutsche Skispringer. © dpa

Die deutschen Skispringer können nicht über ihren Schatten springen und spielen auf der Tournee keine Rolle. Trotzdem gibt es Hoffnung. Der Kommenttar.

Ohne Zweifel, es ist noch viel Skispringen zu absolvieren bei dieser 71. Vierschanzentournee. Und vor allem der Innsbrucker Bergisel, auf den die fliegenden Männer nun weiterziehen, hat in der langen Turnierhistorie schon viele vermeintliche Tourneesieger auf dem Boden der Tatsachen ankommen lassen. Doch im Moment spricht nichts, aber auch gar nichts dafür, dass dieses Schicksal auch Halvor Egner Granerud widerfahren könnte. Zu souverän, zu unantastbar präsentierte sich der norwegische Ausnahmeflieger in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen. Ein sechster Platz in der Qualifikation des Neujahrsspringens war die einzige Mini-Schwäche, die sich der 26-Jährige in der deutschen Tourneehalbzeit leistete.

Und während Granerud also ziemlich unbeirrbar seinem ersten Gesamtsieg entgegen zu schweben scheint, bleibt den Deutschen schon nach der Station in Partenkirchen wieder nur eine bittere Erkenntnis. Diesmal ist es die, dass sich der Trend eines Saisonstarts auf dem Weg von Oberstdorf nach Bischofshofen zwar oft, aber eben nicht immer durchbrechen lässt. In Halvor Egner Granerud, Dawid Kubacki oder auch Anze Lanisek haben sich genau die Athleten an der Spitze der Tournee formiert, die das Skispringen auch an den ersten vier Weltcup-Wochenenden dominiert haben.

Deutsche Durststrecke

Doch auch wenn die deutsche Tournee-Durststrecke nun mindestens ein Jahr weitergeht – es gibt ja auch gute Nachrichten für Bundestrainer Stefan Horngacher und sein Team. Seine Vorflieger sind der Spitze immerhin wieder nähergekommen. Bei Karl Geiger und Andreas Wellinger geht der Trend nach oben. Das lässt zumindest Gutes erahnen, für die Dinge, die diese Saison noch bringen wird. Allen voran natürlich für die Weltmeisterschaft im Spätwinter in Planica in Slowenien.

Erst recht, als die beiden deutschen Stars auch ein breites Team in ihrem Rücken wissen. Athleten wie der neue Springer-Lichtblick Philipp Raimund, Stephan Leyhe, Constantin Schmid oder auch dem derzeit schwächelnden Ex-Weltmeister Markus Eisenbichler sind Platzierungen im Vorderfeld jederzeit zuzutrauen. Was nicht zuletzt auch mit Blick auf die Mannschaftsentscheidungen womöglich von Bedeutung sein könnte.

Bei der Tournee indes wird das den Deutschen nicht mehr ins Rampenlicht verhelfen. Das scheint für Halvor Egner Granerud fest gebucht. Selbst, wenn noch zwei Flüge zu absolvieren sein sollten.

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