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Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes protestieren in Dietzenbach.

Tarifstreit

Zweite Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst beginnt in Hessen

Die Gewerkschaften fordern sechs Prozent mehr Geld für die etwa 45 000 Beschäftigten des öffentlichen Dienstes.

Gewerkschaften und das Land Hessen haben am Donnerstag in Dietzenbach die zweite Verhandlungsrunde für die etwa 45 000 Beschäftigten des öffentlichen Dienstes begonnen. Beide Seiten zeigten sich optimistisch, dass in den bis Freitagmittag angesetzten Gesprächen eine Einigung möglich sei. Die Gewerkschaften fordern sechs Prozent mehr Geld für die Mitarbeiter. Zu Beginn der Verhandlungsrunde machten Beschäftigte mit Protestplakaten oder Pfeifen auf ihre Forderung aufmerksam. 

Bereits am Dienstag waren Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes in mehreren Städten Hessens auf die Straße gegangen, um den Forderungen der Gewerkschaften Nachdruck zu verleihen. 

Diese hatte Innenminister Peter Beuth (CDU) zuvor als "stark überhöht" bezeichnet. Eine Erfüllung der Forderungen würde zu jährlichen Mehrkosten von 750 Millionen Euro führen und sei dem Steuerzahler nicht vermittelbar. Die Gewerkschaften wiederum verwiesen auf die gute wirtschaftliche Lage Hessens. 

Als einziges Bundesland ist Hessen im Jahr 2004 aus der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) ausgetreten und verhandelt seitdem in Eigenregie. 

Anfang März hatten die Gewerkschaften Verdi und der Beamtenbund dbb mit den in der TdL vertretenen Bundesländern bereits eine Tarifeinigung für die rund eine Million Angestellten der Bundesländer erzielt. Sie bekommen stufenweise acht Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 33 Monaten. "Das sehr gute Ergebnis, das wir mit den Ländern in Potsdam erzielt haben, spornt uns in Hessen natürlich an", hatte ein Gewerkschaftssprecher dazu gesagt. (dpa)

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