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Zwei-Türme-Bau soll bis Dezember stehen

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Warum es trotz Arbeitspause bei der Erweiterung der Kita Pusteblume gut „läuft“

Weilbach - Die Baustelle zur Erweiterung der Kita Pusteblume sieht seit Monaten unverändert aus. Zwei Türme aus Beton erheben sich an der Hofheimer Straße - sie sollen künftig das Treppenhaus und den Aufzugsschacht der neuen Betreuungseinrichtung bilden. Auf die Gebäudehülle muss die Stadt derzeit allerdings noch warten. Die einzige auffällige Veränderung, die in den vergangenen Tagen hinzukam, ist ein großes Schild, das die Baumaßnahme neben dem Gelände ankündigt.

Die Stadt hatte das Bauprojekt neu ausgeschrieben, nachdem die Kostenschätzung von ursprünglich 1,4 Millionen Euro auf 2,2 Millionen Euro geklettert war. Erste Stadträtin und Baudezernentin Renate Mohr (GALF) schätze im Mai, dass die Arbeiten am Gebäude im September oder Oktober fortgesetzt werden können. Jetzt sieht sie den Baufortschritt auf einem guten Weg. „Es läuft“, erklärte Renate Mohr auf Nachfrage. Sie habe die Zusage erhalten, dass die Kita-Erweiterung bis zum Jahresende stehen soll. Dass sich momentan wenig auf der Baustelle tut, ist aus ihrer Sicht kein Grund zur Sorge. Dies bedeute nicht, dass die Arbeiten ruhen. Denn obwohl es in Weilbach nicht vorangeht, werde trotzdem an der Gebäudehülle gearbeitet, erklärte Renate Mohr. Wie ist das möglich? Die Situation hängt mit der speziellen Holzbauweise zusammen, bei der die Fassadenelemente vorbereitet und später im Baukastenprinzip an Ort und Stelle montiert werden. Arbeitsschritte, die normalerweise auf einer Baustelle zu beobachten sind, würden stattdessen in den Hallen der beteiligten Firmen ablaufen, so die Flörsheimer Hauptamtliche. Fassadenelemente würden bereits mit eingebauten Fenstern vorbereitet. Bei der Decke gebe es momentan leichte Verzögerungen. Wartezeiten von zwei bis drei Wochen seien in der momentan schwierigen Materialsituation aber nicht ungewöhnlich, so Mohr. Wenn die Teile erst einmal in Weilbach ankommen, sei das Haus „unglaublich schnell“ aufgestellt. Arbeiten, die gewöhnlich nacheinander ablaufen sollen, dann parallel durchgeführt werden. „Im Moment braucht es noch etwas Geduld“, meint die Erste Stadträtin. Die Neuausschreibung des Kita-Baus habe sich für die Stadt aber auf jeden Fall gelohnt. Die Mehrkosten konnten gegenüber der letzten Schätzung um 500 000 Euro gesenkt werden. Die Erweiterung der Betreuungseinrichtung kostet also 1,7 Millionen anstatt 2,2 Millionen Euro. Durch die Zusatzfläche soll die Kita von vier auf sechs Gruppen wachsen - drei Räume zur Kita-Betreuung und drei Krippenräume. Außerdem entstehen im Obergeschoss des Neubaus drei Wohnungen.

Wenn die Arbeiten am Gebäude vorangeschritten sind, soll es auf dem Parkplatz an der Frankfurter Straße weitergehen. Der Kita-Parkplatz dient momentan noch als Materiallager für die Baustelle. Künftig soll der Bereich so ausgebaut werden, dass sich die Zahl der Stellplätze von 13 auf 25 erhöht.

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