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Ein Einsatzwagen der Feuerwehr.

Bad Hersfeld

Zwei Brände an einem Tag: Brandstiftung vermutet

Gleich zweimal binnen weniger Stunden muss die Feuerwehr Brände in einem Hochhaus in Bad Hersfeld löschen. Dahinter könnte Brandstiftung stecken. Zwei Unbekannte sollen sich merkwürdig verhalten haben.

Nach zwei Bränden binnen 24 Stunden in einem Bad Hersfelder Hochhaus ermittelt die Polizei wegen Brandstiftung. Wegen der am Sonntag gelegten Feuer seien insgesamt sieben Personen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftungen ins Krankenhause gebracht worden. Die Beamten gehen davon aus, dass unbekannte Täter auf den Fluren abgestellten Sperrmüll - etwa Matratzen und alte Möbel - angezündet haben. Der Sachschaden betrage rund 100 000 Euro.

Zunächst wurde gegen 1.30 Uhr in der Nacht zum Sonntag ein Feuer in der vierten Etage des achtstöckigen Gebäudes gemeldet. Wegen des starken Qualms mussten die Bewohner ihre Wohnungen verlassen. Zwei Frauen (54 und 59 Jahre alt) mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

Am späten Sonntagabend dann der nächste Feueralarm: Diesmal war Sperrmüll in der zweiten Etage angesteckt worden, wie die Polizei berichtete. Wieder musste das Wohnhaus evakuiert werden. Fünf Bewohner, darunter eine 17-jährige junge Frau und ein vier Monate altes Baby, mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in das Bad Hersfelder Klinikum eingeliefert werden.

Bei dem Haus handelt es sich laut Polizei um ein ehemaliges Schwesternwohnheim für Angestellte des nahen Klinikums - einige Wohnungen würden aber auch an andere Personen vermietet. Im Haus leben laut Polizei insgesamt etwa 70 Personen.

Die Kriminalpolizei ermittelt nun. Ein Zeuge soll am Sonntagabend zwei flüchtende Personen beobachtet haben.

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