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Auf der Rodaustraße soll endlich Tempo 30 für alle Verkehrsteilnehmer gelten, fordert die Bürgerinitiative. Foto: Monika Müller

Rödermark

Zu viel Verkehrslärm an der Rodaustraße in Rödermark

  • Annette Schlegl
    vonAnnette Schlegl
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In Rödermark hat sich die „Bürgerinitiative Rodaustraße“ gegründet, die gegen den Verkehrslärm an ihrer Straße mobil macht. Unter anderem fordert sie Tempo 30.

Sie werden nachts von vorbeifahrenden Lastwagen aus dem Schlaf gerissen und können sich auch tagsüber kaum mehr vernünftig unterhalten: Anwohner der Rodaustraße in Rödermark finden den Straßenverkehrslärm unerträglich. Sie haben eine Bürgerinitiative (BI) gegründet und fordern, auf der knapp 1,3 Kilometer langen Ortsstraße unverzüglich Tempo 30 einzuführen sowie diese Geschwindigkeitsbegrenzung permanent zu überwachen. Mittelfristig solle die Straße auch mit Flüsterasphalt kernsaniert werden, da der marode Belag den Lärm der Laster und Sattelschlepper noch verstärke.

Schon Ende April 2019 hatten 100 Anwohner der Rodaustraße eine Lärmbeschwerde unterzeichnet, die an die Stadt übergeben wurde. Die Kommune ließ daraufhin eine temporäre Smiley-Anzeige aufstellen und gelegentlich das Ordnungsamt kontrollieren. „Bis heute hat sich an der Lärmbelästigung aber nichts geändert“, sagt Jakob Rhein, Sprecher der „BI Rodaustraße“.

Die BI-Mitglieder machten selbst Nägel mit Köpfen: Sie liehen sich ein geeichtes Lärmmessgerät aus und führten drei Wochen lang Messungen durch. Ergebnis: Der Lärmpegel lag meist zwischen 68 und 75 Dezibel, in der Spitze sogar bei 96 Dezibel. Für die Ohren wird es schon ab 85 Dezibel kritisch. Lastwagen seien der Hauptverursacher, sagt Rhein. „Die sind deutlich mehr geworden als noch vor Jahren. Die umfahren die Staus auf der A5 und A3.“ Die BI hat nun einen offiziellen Antrag an den Bürgermeister gestellt, kurz- und mittelfristig Abhilfe zu schaffen. AL/Grüne geben der BI schon mal recht und bezeichnen die Anwohnervorschläge als „durchdacht“.

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