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Umstrittener Auftritt: Der Rapper Kollegah ist unter anderem bekannt für seine Album-Reihe "Zuhältertape". Dass er beim Hessentag auftreten soll, erhitzt die Gemüter.

Rüsselsheim

Zentralrat stört sich an Kollegah-Auftritt

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Der Auftritt des umstrittenen Rappers Kollegah auf dem Hessentag 2017 erntet erneut Gegenwind. Organisationen wenden sich in offenem Brief an die Stadt.

Der Auftritt des Rappers Kollegah auf dem Hessentag 2017 in Rüsselsheim ist erneut in der Kritik. Jetzt haben sich der Zentralrat der Juden und andere Organisationen in einem offenen Brief an die Stadt gewandt: „Möchte die Stadt Rüsselsheim einem Sänger, der Antisemitismus, Homophobie und Gewalt gegen Frauen propagiert und zu Gewalt gegen Minderheiten aufruft, eine Bühne geben und ihn mit Steuergeldern seine Hasstiraden verbreiten lassen?“ Sie fordern die Stadt auf, das Fest zu nutzen, um Hessen von seiner besten und weltoffensten Seite zu präsentieren.

Ende November hatte die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, die wegen der Texte einiger Künstler gestoppte Rap-Nacht am 14. Juni doch stattfinden zu lassen. Stadtverordnete meinten, mit einem Nein würden Fans ausgeschlossen, die sich mit dem Hessentag identifizieren sollen. Auch die Landesregierung hatte Rüsselsheim deswegen gerügt. Künftige Hessentag-Städte sollten solche Auftritte nicht mehr genehmigen, hieß es aus Wiesbaden.

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