Finanzielles

Zentrale Rolle für die Demokratie

Kunst und Kultur sollen allen zugänglich sein. Der Etat wächst um zehn Millionen Euro jährlich.

Kulturministerin Angela Dorn (Grüne) setzt sich für eine Teilhabe aller Hessen an Kunst und Kultur ein – unabhängig von Geldbeutel oder Wohnort. Von 2020 bis 2023 stünden für den Haushalt „Kunst und Kultur“ gegenüber der bisherigen Planung jährlich rund zehn Millionen Euro mehr zur Verfügung, teilte sie am Mittwoch in Wiesbaden mit. „Wir wollen das zusätzliche Geld vor allem für Projekte nutzen, die dazu beitragen, dass alle Menschen gleichermaßen an Kunst und Kultur teilhaben können, unabhängig von sozialem Hintergrund, Bildung der Eltern oder geografischer Herkunft“, sagte Dorn.

Der Etat für Kunst und Kultur umfasst im nächsten Jahr insgesamt rund 260 Millionen Euro, hinzu kommen laut Haushaltsentwurf etwa 19 Millionen Euro aus dem Hochbauetat. „Kunst und Kultur haben eine zentrale Rolle für unsere Demokratie“, erklärte Dorn. „Wir müssen sie hegen und pflegen, ihnen Freiheit und Verlässlichkeit geben und soziale Öffnung und Durchlässigkeit ermöglichen.“

Das umfangreichste Projekt im Kulturbereich ist die Bauoffensive Herkules, bei der das Land in den kommenden zehn Jahren mit 150 Millionen Euro mehrere Häuser unterstützt. Dazu zählen die Museumslandschaft Hessen Kassel, das Landesamt für Denkmalpflege und die Landesmuseen. Nach und nach saniert und modernisiert werden sollen nach Angaben des Ministeriums auch die drei Staatstheater, gemeinsam mit den jeweiligen Städten.

Auf mehr Geld können sich unter anderem auch die soziokulturellen Zentren, Musikschulen, die Filmfestivalszene und freie Theater freuen. Das Landestheater Marburg wird für seine Gastspiele in Kommunen ohne eigenes Theater zusätzlich unterstützt. (dpa)

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