Ausstellung

Zeitreisen mit der VR-Brille

In Frankfurt können Besucher virtuell in der Zeit zurückreisen. „TimeRide“ bietet ab Samstag Zeitreisen mit VR-Brillen durch die Mainmetropole im Jahr 1891 an.

Frankfurt ist nach Köln, München, Dresden und Berlin der fünfte Standort des 2016 gegründeten Unternehmens. Weitere sollen folgen, wie Gründer und Geschäftsführer Jonas Rothe (32) am Donnerstag ankündigte.

Die Besucher tauchen in jeder Stadt in einen andere Epoche ein. In Frankfurt ist es die Umbruchzeit zwischen Vormärz und Industrialisierung. Die Gäste laufen zunächst durch zwei historisch eingerichtete Räume: einen Kolonialwarenladen und eine Studierstube. Darin wird die Geschichte des fiktiven Kaufmanns Theo Riedel erzählt, eingewebt sind Fakten zur Stadtgeschichte Frankfurts. Auf Leinwänden, die wie aufgeschlagene Bücher gestaltet sind, erscheinen animierte historische Szenen etwa von der ersten deutschen Nationalversammlung.

Im letzten Raum warten Kutschen auf die Besucher, die nun die VR-Brillen aufsetzen müssen. In der 360-Grad Projektion fahren sie von der Paulskirche - wo der „TimeRide“-Laden auch real liegt - über den Römerberg, am Mainufer entlang, durch die Wallanlagen und die Kaiserstraße Richtung Hauptbahnhof zur „Elektrotechnischen Ausstellung“. Am Ende der gut viertelstündigen Fahrt schwebt die Kutsche in den Himmel, während am Horizont Hochhäuser emporwachsen.

In den neuen Standort haben die Macher „einen siebenstelligen Betrag“ investiert, die Vorbereitungen dauerten über ein halbes Jahr, wie Rothe berichtet. Die neue Altstadt habe man bewusst ausgelassen, sagte der studierte Kulturmanager. „Die gibt‘s nebenan ja live und in Farbe.“ Wegen der Corona-Pandemie hat sich die Eröffnung um rund zwei Monate verzögert. Wegen der Abstandsregeln darf derzeit nur ein Drittel der eigentlich vorgesehenen Besucher in die Ausstellung, knapp 200 pro Tag. Der Eintritt kostet für Erwachsene 14,50 Euro. (dpa)

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