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FDP zeigt sich offen für Bündnisse

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FDP-Fraktionschef René Rock denkt schon an die Zeit nach Schwarz-Grün.

Die FDP sieht sich gerüstet für Sondierungen, falls die schwarz-grüne Koalition im Hessischen Landtag ihre knappe Mehrheit einbüßen sollte. „Wir würden viel tun, um eine Auflösung des Parlaments zu vermeiden“, sagte FDP-Fraktionschef René Rock am Donnerstag in Wiesbaden. Er sei dagegen, die Bürger in einem solchen Fall zu Neuwahlen zu rufen.

In Wiesbaden wird spekuliert, dass der 67-jährige Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) im Laufe der Legislaturperiode sein Amt zur Verfügung stellen könnte, etwa nach den Kommunalwahlen 2021. Ein neuer Ministerpräsident müsste mit mindestens 69 Stimmen gewählt werden. Das entspricht der Zahl der Abgeordneten von CDU und Grünen.

Falls diese Zahl nicht zustande kommen sollte, wären Bündnisse unter Einschluss der FDP denkbar, etwa Jamaika (CDU/Grüne/FDP) oder Grün-Rot-Gelb (Grüne/SPD/FDP). „Man darf nichts ausschließen“, sagte René Rock.

Er lobte, dass die Grünen seit Beginn dieser Wahlperiode sehr viel offener auf die FDP zugingen als zuvor. Mit deren Fraktionschef Mathias Wagner habe er noch nie so viel telefoniert wie in den vergangenen Monaten.  

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