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Zahlreiche Unfälle - mit glimpflichem Ausgang

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Wetterau - Spiegelglatte Straßen haben den Verkehrsteilnehmern in der Nacht auf Montag und am Montagmorgen auch in der Wetterau das Leben schwer gemacht. „Bislang ist es glücklicherweise bei Blechschäden geblieben“, sagte Tobias Kremp, Sprecher der Wetterauer Polizei, mit Blick auf den gesamten Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Mittelhessen.

Zu diesem gehören - neben der Wetterau - auch der Landkreis Gießen und die Kreise Marburg-Biedenkopf und Lahn-Dill. Um kurz vor 15 Uhr war der aktuelle Stand in diesem gesamten Gebiet 76 Glatteis-Unfälle - zwölf davon in der Wetterau. Allesamt ohne Verletzte.

Der erste Glatteis-Unfall in der Wetterau geschah um 4.58 Uhr in Butzbach-Fauerbach. Es handelte sich um einen Unfall mit einem Auto. Rund eine Stunde später rutschten in Ober-Mörlen - unabhängig voneinander - ein BMW und ein Fiat im Kreisverkehr im Bereich Hasselhecker Straße/Dieselstraße weg. In der Martin-Reck-Straße in Bad Vilbel wurden vier Fahrzeuge gegeneinandergeschoben - Sachschaden laut Polizei: rund 25 000 Euro.

Bei zwei Wetterauer Unfällen waren Paketzusteller-Fahrzeuge betroffen: Im Moulins-Ring in Bad Vilbel rutschte eines gegen einen Zaun, und in Friedberg passierte es um 10.30 Uhr einem Paketzusteller an der Ecke Taunusstraße/Rulestraße. Das Fahrzeug prallte gegen ein Verkehrsschild.

Wegen der Glätte am Montagmorgen hatte der Wetteraukreis - in Abstimmung mit dem Staatlichen Schulamt - den Schulen freie Hand darin gelassen, ob sie Unterricht vor Ort anbieten oder nicht. Zudem, durften die Eltern selbst entscheiden, ob sie ihre Kinder zur Schule schicken. An der John-F.-Kennedy-Schule in Bad Vilbel fiel der Unterricht aus. Die Betreuung fand statt. „Es wurden Hausaufgaben gemacht und es konnten Spiele in der Bibliothek ausgeliehen werden“, teilt Schulleiter Markus Maienschein mit. Um 8 Uhr seien etliche Schüler da gewesen, dann aber wieder nach Hause gegangen. Am Georg-Büchner-Gymnasium fand gestern ebenfalls kein Präsenzunterricht statt. Schulleiter Carsten Treber sagt: „Der Unterricht wurde gemäß Stundenplan als Distanzunterricht erteilt.“ Eine Notbetreuung wurde angeboten, allerdings seien dort keine Schüler erschienen. Die Klausuren in der Oberstufe fanden am Nachmittag in Präsenz statt. In Karben ein ähnliches Bild. An der Kurt-Schumacher-Schule entschied man sich, komplett auf Distanzunterricht zu gehen - AGs und Förderunterricht ausgenommen. Schulleiterin Ursula Hebel-Zipper lobt die Kommunikation über die Homepage, da das landesweite Schulportal „hoffnungslos überlastet war“. Es seien vier von 1592 Schülern morgens vor Ort gewesen. agl/wpa

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