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Auf dem Display eines Smartphones ist die Position des Nutzers bei geöffneter Warn-App Katwarn zu erkennen.

Vermisste in Hessen

Zahl der Vermisstenfälle steigt in Hessen

In Hessen sind 2018 mehr Menschen als vermisst gemeldet worden als im Vorjahr. Bei der Suche nach Vermissten wird auch das mobile Warn- und Informationssystem Katwarn genutzt.

Die Zahl der vermisst gemeldeten Menschen in Hessen ist im Jahr 2018 gestiegen. Das Landeskriminalamt (LKA) zählte kurz vor Weihnachten 6646 Fälle, wie ein Sprecher auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Wiesbaden sagte. Im Jahr 2017 war insgesamt 6484 Mal nach verschwundenen Menschen gesucht worden. Nach Einschätzung der Einsatzkräfte erledigt sich ungefähr die Hälfte der Vermisstenfälle innerhalb der ersten Woche.

Die Ermittler nutzen bei der Suche nach den Vermissten nach Angaben des LKA-Sprechers auch das mobile Warn- und Informationssystem Katwarn. Damit könnten inzwischen 575 000 Menschen erreicht werden, sagte der Sprecher des Innenministeriums, Michael Schaich.

Das Warnsystem der Polizei wird vor allem dann eingesetzt, wenn lebensbedrohliche Lagen eintreten wie ein Amoklauf oder ein Terroranschlag. Vermisste Menschen in Not werden seit April auch darüber gesucht, aber nur wenn sie in Gefahr sind.

Zudem muss eine genaue Beschreibung vorliegen, die Angehörigen ihr Einverständnis zur Öffentlichkeitsfahndung erteilen und die Hilfe der Bevölkerung erfolgversprechend erscheinen. In einigen Fällen sei nach einer Katwarn-Mitteilung der entscheidende Hinweis eingegangen, um vermisste Kinder, Demenz- oder psychisch Kranke zu finden, sagte Schaich.

Die Handy-Warn-App gibt auch konkrete Hinweise, wenn Trickbetrüger - etwa falsche Polizisten oder vermeintliche Enkel - unterwegs sind. Dazu kommen Informationen bei großen Ereignissen wie Weihnachtsmärkten oder Hessentag. (dpa)

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