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Ein Team der DLRG fährt mit einem Rettungsboot auf einem See. (Symbolbild)

Heißer Sommer 2018

Zahl der Badetoten in Hessen nahezu verdoppelt

Im langen und heißen Sommer 2018 sind in Hessen doppelt so viele Menschen beim Baden gestorben wie im Vorjahr.

Während des langen und heißen Sommers 2018 sind in Hessen deutlich mehr Menschen in Seen, Flüssen und Schwimmbädern gestorben als noch 2017. Mit einem Anstieg von 19 auf 36 Badetote verdoppelte sich die Zahl im Land nahezu. Dies geht aus Daten hervor, die die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) am Donnerstag vorlegte. Grund ist laut DLRG-Pressesprecher Achim Wies das „langanhaltende Sommerwetter“ im vergangenen Jahr. Bereits ab April sei die Zahl der Badetoten sukzessive angestiegen.

Zu den meisten Todesfällen kam es laut DLRG an ungesicherten Badestellen wie in Seen und Flüssen. So ging in Hessen ein 23-Jähriger beim Baden in einem See in Raunheim unter. Kurze Zeit später wurde ein 33-Jähriger als vermisst gemeldet, der im Kasseler Bugasee schwimmen gegangen war. Anfang August ertrank eine 46-Jährige Frau im Main in der Nähe der Niddamündung. Ebenfalls im August kam ein Mann beim Schwimmen in der Fulda ums Leben; ein angetrunkener 19-Jähriger, der nicht schwimmen konnte, ging in Marburg beim Baden in der Lahn unter.

Bereits im Frühjahr ertrank in der Rhein-Main-Therme in Hofheim im Frühjahr ein vierjähriger Junge. Zu Beginn des Jahres war ein ebenfalls vierjähriges Mädchen in einem Freizeitbad in Wiesbaden ums Leben gekommen.

Mit 89 Toten kamen in Bayern im vergangenen Jahr am meisten Menschen bei Badeunfällen ums Leben. Eine „besondere Risikogruppe“ seien weiterhin die Flüchtlinge, teilte die DLRG mit. Demnach ertranken 2018 in Deutschland 33 Asylbewerber, die so gut wie alle Nichtschwimmer waren. Insgesamt kam es in Deutschland zu 504 tödlichen Badeunfällen. (dpa)

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