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Das Thema Schwimmen wird in Dietzenbach als wichtig angesehen.
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Das Thema Schwimmen wird in Dietzenbach als wichtig angesehen.

Dietzenbach

Wunsch nach einer Freibad-Traglufthalle für Dietzenbach

  • Annette Schlegl
    VonAnnette Schlegl
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Eine Studie gibt Orientierungshilfen, wie Sportstätten und -angebote in Dietzenbach aussehen sollten. Ein Konzept für zehn Jahre wurde erarbeitet.

Gerade in einer Stadt wie Dietzenbach, wo Menschen aus gut 110 Nationen leben, kommt dem Sport eine herausragende Bedeutung zu, weil er mühelos zusammenführen kann. Um so wichtiger sind hier attraktive Bewegungsangebote. Die Stadt hat in einer groß angelegten Studie ermitteln lassen, wo in Dietzenbach sportlich gesehen „der Schuh drückt“ und wie sich die Bevölkerung die Entwicklung der Sportangebote und Sportstätten vorstellt. Daraus wird ein Sportentwicklungsplan für die nächsten zehn Jahre entwickelt, der als Bericht an die Stadtverordnetenversammlung geht.

Studie zur Sportentwicklung in Dietzenbach nennt auch nicht Umsetzbares

Das Institut für Kooperative Planung und Sportentwicklung (IKPS) hat im Auftrag der Stadt Befragungen zur Sportentwicklungsplanung durchgeführt. Der Abschlussbericht wurde nun vorgestellt; herausgekommen ist eine 100-seitige Leitlinie.

Um es vorweg zu sagen: Bei weitem nicht alles, was die Bürger und Bürgerinnen als vordringlich ansehen, lässt sich verwirklichen. Zum einen aufgrund langwieriger Prozesse, zum anderen, weil schlichtweg das Geld fehlt.

Die Befragung

Rund 250 Bürger und Bürgerinnen haben in Dietzenbach im Herbst 2019 und Sommer 2020 an der Online-Befragung zur Sportentwicklungsplanung teilgenommen. Sie waren fleißig: 26 Fragen waren im Internet zu beantworten.

Auch alle örtlichen Sportvereine wurden angeschrieben. Die Hälfte aller Vereine gab Rückantwort; sie vertreten jedoch 80 Prozent aller Mitglieder.

Acht von zehn Schulen waren ebenfalls mit von der Partie.
Migranten wurden vor Ort in verschiedenen Altersgruppen interviewt.

Eine 30-köpfige Planungsgruppe aus Vertreter:innen von Sportvereinen, Verwaltung, Schulen und Politik diskutierte über die Ergebnisse, verglich den Bedarf mit dem Bestand und entwickelte zusammen mit dem Institut für kooperative Planung und Sportentwicklung Handlungsempfehlungen für die Zukunft des Sports in Dietzenbach.

Der Abschlussbericht nennt nun 33 Handlungsempfehlungen. ann

Da erscheint es eher fraglich, ob eine gewünschte Traglufthalle über dem Freibadbecken für den Winter jemals realisiert werden kann. Das Schwimmen ist überhaupt ein Thema. Fehlende Angebote werden beklagt; Schulen wünschen sich kurze Anreisezeiten zu Hallenbädern und ausreichende Zeiten in Bädern.

Dietzenbacher Sportstätten sind unterdurchschnittlich

Bei Freizeitspielfeldern sollte man künftig multifunktional denken, legte Wolfgang Schabert vom IKPS der Stadt ans Herz. Es fehlt an offen zugänglichen Bewegungsräumen, auch die Öffnung von Turnhallen in den Ferien wird gewünscht. Die Stadt habe zwar viele Bolzplätze, aber deren Qualität und Funktionalität lasse zu wünschen übrig, meinten vor allem Jugendliche mit Migrationshintergrund. Auch die Sportvereine sehen die Qualität der Sportstätten im kommunalen Vergleich als unterdurchschnittlich an.

Dem Bildungshaus kommt eine zentrale Rolle zu; dortige Sportkurse sollten aufgewertet und ausgeweitet werden. Angebote speziell für Frauen und Mädchen sind in Dietzenbach rar, Boxen und Selbstverteidigung finden bei jungen Migrantinnen aber großen Zulauf. „Das sollte ausgebaut werden“, meinte Schabert.

Ganztagsbetrieb der Schulen lässt kaum Raum für Vereine

Für die Vereine ist der Ganztagsbetrieb der Schulen ein Problem, weil Sporthallen so meist belegt sind. Für die Schulen dagegen ist eine bewegungsfreundliche Schulhofgestaltung wichtig.

Der Wunsch nach einem Sportkoordinator wurde laut. „Erst muss sich aber der Großsportverein gründen“, sagte Schabert. In Kürze werden vier große Sportvereine nämlich über eine Verschmelzung abstimmen.

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