Nahverkehr

Wütende Bahnkunden in Hessen

Personal leidet immer häufiger unter Beleidigungen und Attacken.

Nach Ansicht der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) nehmen im öffentlichen Nahverkehr hessenweit Anfeindungen und Wutausbrüche von Fahrgästen zu. „Wir erhalten regelmäßig Berichte von Beleidigungen und Attacken“, sagt Uwe Reitz, EVG-Sprecher. So würden Zugbegleiter etwa die Wut der Menschen auf sich ziehen, wenn Züge verspätet ankämen. Bundesweit habe es im vergangenen Jahr 944 Übergriffe – also leichte und schwere Körperverletzungen – allein bei der Deutschen Bahn gegen Zugbegleiter im Nahverkehr gegeben, heißt es vonseiten der EVG. Zahlen für Hessen lagen nicht vor.

Auch in den Unternehmen werden solche Übergriffe diskutiert. Attacken gingen von allen gesellschaftlichen Gruppen aus, hieß es beim Krisenberatungsteam des südhessischen Bahnunternehmens VIAS. „Das gilt vom Bankangestellten bis hin zum Arbeitslosen“, sagte Thomas Pfeifer. Er ist Lokführer bei dem Bahnunternehmen und hat vor sieben Jahren das Krisenteam gegründet. Es kümmert sich um Lokführer, die sich mit Todesfällen oder schweren Unfällen konfrontiert sehen. Zunehmend wirken sich aber auch Pöbeleien und Drohungen negativ auf Zugbegleiter und Lokführer aus. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare