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MARKTFÜHRER

Ich wollt', ich wär' ein Huhn

Mit Waldemar Thomas auf dem Naturland-Hof Frey in Monbrunn

Angesichts der Landschaft oberhalb der Mainebene auf 400 Meter Höhe und der Einzellage der Gehöfte vor allem, fühlt man sich ans Allgäu erinnert. Hier betreiben Regina und Ulrich Frey, welche die Landwirtschaft von Grund auf lernten, studierten und im Entwicklungsdienst tätig waren, ihren schön und wunderbar ruhig gelegenen Hof. 53 Hektar Grund bewirtschaften sie, darunter sind neun Hektar Wald.

Die Jungrinder der 15 Mutterkühe und ihres Bullen genießen Weidegang ab April, bis sie von November an geschlachtet werden; in der Metzgerei Heider im nicht weit entfernten Mönchberg, hier war von ihr bereits die Rede. Verkauft wird das Fleisch ab Zehn-Kilo-Paket, auch Würste, Salami und Rinderschinken sind zu haben.

Die 2000 Hühner des Hofes scharren auf der Wiese und unter freiem Himmel. Da sie abends von sich aus in den Stall streben (und nur selten vergessen wird, das Tor zu schließen), sind die Übergriffe von Füchsen, Mardern und Greifvögeln nicht der Rede wert.

So herrscht an schmackhaften Eiern kein Mangel, gelangt den Hühnern doch außer dem, was sie selbst finden, nur auf dem Hof selbst im biologischen Anbau erzeugtes Futter in die Schnäbel, Weizen und Erbsen zumeist.

So ist auch ihr Fleisch von erster Güte, und Regina Frey hebt das der preisgünstigen Suppenhühner hervor, die nur 4,10 Euro je Kilo kosten. Da die Tiere sich fast nur draußen aufhalten und nicht älter als ein Jahr werden, hat man es mit aromatischem, saftigem Fleisch zu tun, nicht mit zähen, alten Hühnern. Sie eignen sich nicht nur für gehaltvolle Suppen, sondern lassen sich auch ganz gut schmoren. Man kann sie das ganze Jahr über erstehen.

Das Fleisch der Hähnchen gerät zwar feiner, kostet 7,40 Euro pro Kilo; zu kaufen gibt es sie jedoch nur im Juni und Juli. Aber was heißt hier: kaufen? Die registrierten Interessenten werden telefonisch informiert, wenn es soweit ist. Sodann haben die Freys noch etwas in der gesamten Region Einmaliges zu bieten: Bio-Puten. Es sind die weißen, gewichtigen. Im November wiegen sie fünf bis sieben, zum Jahresende hin gar zehn bis 13 Kilo. Sie werden aber auch als halbe Tiere oder in Teilen verkauft für 7,20 beziehungsweise 7,50 Euro pro Kilo. Geschmort ist ihr Fleisch ungemein schmackhaft.

Weiterhin werden Bio-Kartoffeln angebaut, mehlige, vorwiegend fest kochende und fest kochende. Auch kann man sich mit Getreide versorgen, ein Bäcker in Miltenberg backt Vollkornbrot davon.

Wer hier oben gern länger bleiben möchte, kann auf dem Nachbarhof Ferien machen oder reiten. In der Gastwirtschaft "Jägerruh" wird gutbürgerlich gekocht; feiner in der "Brauerei Burkarth" in Amorbach und im "Alten Bannhaus" in Miltenberg, wohin schöne Fuß- und Radwege führen. Da der Wallfahrtsweg nach Walldürn durch Monbrunn führt, ist man auf gutem Weg. Inmitten der lieblichen Landschaft des Madonnenländchens.

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