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Die Wohnungspreise in Frankfurt sind jetzt schon so hoch, dass es manche ins Umland treibt. Und sie könnten nach Ansicht des Maklerverbands noch weiter steigen.
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Die Wohnungspreise in Frankfurt sind jetzt schon so hoch, dass es manche ins Umland treibt. Und sie könnten nach Ansicht des Maklerverbands noch weiter steigen.

Immobilien

Wohnungspreise in Frankfurt und Region steigen weiter

  • Christoph Manus
    VonChristoph Manus
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Trotz der Krise sieht der Maklerverband IVD eine wachsende Nachfrage nach Wohnungen in Frankfurt und Umgebung. Besonders Fonds kaufen in großem Stil.

Die Preise für Wohnimmobilien werden trotz der noch anhaltenden Pandemie weiter steigen. Davon ist der Maklerverband IVD-Mitte überzeugt. Der Wohnungsmarkt habe sich gegen Corona als absolut immun erwiesen, sagte Verbandssprecher Frank Alexander am Donnerstag.

Nach einer kurzen Schockstarre zu Beginn der Krise habe sich die Nachfrage nach Wohnimmobilien in Hessen rasch stabilisiert und sei im Rhein-Main-Gebiet sogar deutlich gestiegen. Viele suchten derzeit eine größere Wohnung oder ein Haus mit Garten, berichtete der Geschäftsführer des Bruchköbeler Maklerhauses Hermann-Immobilien. Das Angebot sei aber weiterhin knapp.

Investoren erwerben ganze Wohnbauprojekte

Die hohe Nachfrage geht nur zum Teil auf Menschen zurück, die sich eine Wohnung oder ein Häuschen kaufen, um selbst darin zu leben. Eine immer größere Rolle spielen Anleger. Inzwischen gehe bei Neubauprojekten oft die Hälfte der Wohnungen an solche Käufer. Großinvestoren kauften derzeit in großem Stil Wohnimmobilien, sagte Hermann. So hat gerade ein Immobilienfonds ein Projekt mit 156 Mietwohnungen in Langen (Kreis Offenbach) erworben.

Die hohe Nachfrage von Investoren an Wohnimmobilien habe mit mangelnden Anlagealternativen zu tun, sagte Alexander. Die Unsicherheit auf den Geldmärkten steigere den Wert des „Betongolds“. Zumal es auch in der Krise kaum zu Mietausfällen gekommen sei.

Im Vordertaunus kosten Reihenhäuser sogar mehr als in Frankfurt

Schon jetzt sind die Preise für Wohnungen und Eigenheime in Frankfurt so hoch, dass fast nur noch Menschen über einen Kauf nachdenken können, die kräftig geerbt haben. Nach Zahlen des IVD kostet eine Bestandswohnung in guter Wohnlage im Schnitt 5000 Euro pro Quadratmeter, in sehr guter Wohnlage sind es 7500 Euro.

Eigenheime sind in Frankfurt extrem knapp und teuer. Selbst ein Reihenhaus ist unter 700 000 Euro kaum zu haben. Und im näheren Umland ist es nicht unbedingt günstiger. So nennt der IVD für den Vordertaunus sogar höhere Reihenhauspreise als für Frankfurt.

Manche überlegen, wegen der hohen Preise und Mieten hinaus zu ziehen

Auch wegen der hohen Preise und Mieten im Ballungsraum steige die Bereitschaft vieler Menschen, weiter hinaus zu ziehen, sagte Alexander. Infrage kämen für diese aber angesichts von zunehmender Arbeit im Homeoffice nur Wohnorte mit schnellen Internetverbindungen.

Dass durch diesen Trend die Nachfrage nach Wohnraum in Frankfurt sinken könnte, glaubt Alexander allerdings nicht. Zwar ist dort die Bevölkerungszahl im Jahr 2020 erstmals seit vielen Jahren nur minimal gestiegen. Die Stadt werde aber ihre Attraktivität behalten und nach der Krise wieder mehr junge Menschen und Fachkräfte aus dem Ausland anziehen, vermutet er.

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