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Die Kabarettistin und Theaterleiterin Effi B. Rolfs spricht den Text zu dem Video, das ab sofort digital aufzeigt, wie es sich im Wohnquartier Rodgau-West leben lässt. Foto: Stadt Rodgau
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Die Kabarettistin und Theaterleiterin Effi B. Rolfs spricht den Text zu dem Video, das ab sofort digital aufzeigt, wie es sich im Wohnquartier Rodgau-West leben lässt.

Rodgau

Wohngebiet Rodgau-West soll klimaneutral werden

  • Annette Schlegl
    vonAnnette Schlegl
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Ein Video im Internet zeigt ab sofort das Aussehen des ökologischen Vorzeigequartiers Rodgau-West, in dem rund 4000 Menschen ein Zuhause finden. 20 Hektar Land sind schon angekauft.

Peter Kämmerling, Leiter der Stadtplanung in Rodgau, ist sich ganz sicher: Das geplante Wohnquartier Rodgau-West wird einmalig in der gesamten Rhein-Main-Region. Klimaneutral wird es sein, mit Quartiersgaragen, Dachbegrünung, Mobilitätsstationen, Vorrang für Radfahrer:innen und Fußgänger:innen, Regenwassernutzung, Unterflurcontainern, Carsharingstationen, E-Auto-Ladepunkten, Frischluftschneisen, großer Aufenthaltsqualität. Wie das alles einmal aussehen wird, zeigt ab sofort ein animiertes Video, das sich Interessierte auf www.rodgau-west.de anschauen können.

Energetisch wolle man im Quartier Rodgau-West ganz neue Maßstäbe setzen und neue Wege gehen, sagt Bürgermeister Jürgen Hoffmann (SPD). Er spricht von einer „Plus-Energie-Siedlung“, in der die Bewohner:innen mehr erneuerbare Energie produzierten als sie verbrauchten. „Uns wird unterstellt, wir wollten alles zubetonieren“, sagt er. Wer das Video anschaue, könne sich vom Gegenteil überzeugen. Die Siedlungsdichte sei sogar von 60 auf 50 Wohneinheiten pro Hektar reduziert worden, sagt Stadtplaner Kämmerling. „Das Gebiet ist so dicht bebaut wie die Altortlagen von Rodgau, wie etwa im Stadtteil Dudenhofen.“

Rodgau-West

Im November 2020 haben die Stadtverordneten dem städtebaulichen Rahmenplan für das riesige Wohnquartier Rodgau-West zugestimmt und somit den Startschuss gegeben.

Noch in diesem Jahr kann der Bebauungsplan für den ersten Bauabschnitt erstellt werden. Dann geht es an die Erschließung.

Das Interesse an den Bauparzellen ist groß. Laut Bürgermeister übersteigt die Nachfrage das Angebot um ein Vielfaches. ann

Es geht jedenfalls voran im riesigen Wohnbaugebiet, das Platz für mehr als 4000 Menschen bieten wird. Die Hessische Landgesellschaft (HLG) verhandelt im Auftrag der Stadt mit 120 Grundstückseigentümer:innen und hat bereits 20 von 46 Hektar Grund und Boden angekauft.

Laut Bürgermeister werden in Rodgau auf dem freien Markt mittlerweile Grundstückspreise von 900 Euro pro Quadratmeter aufgerufen. In Rodgau-West dagegen wolle man bei den Baulandpreisen preisdämpfend wirken und bezahlbaren Wohnraum schaffen. Im November vorigen Jahres kalkulierte die HLG vorläufig mit 550 Euro pro Quadratmeter erschlossenen Baulands.

Seit der letzten Bürger:innenbeteiligung im November 2019 wurde der Rahmenplan überarbeitet und verfeinert, der die Bedingungen und Ziele für die Entwicklung des Wohnbaugebiets festlegt. Ursprünglich waren Bauten mit maximal 3,5 Geschossen vorgesehen. Da die Politik aber auch für Ein- und Zweifamilienhäuser in dem Quartier plädiert habe, habe man von diesem Maximalwert abrücken müssen, so Bürgermeister Hoffmann. Der Magistrat ließ Häuser mit maximal 4,5 Geschossen zu, um die vorgeschriebene Siedlungsdichte zu erfüllen.

Es solle ein „Mitmachquartier“ entstehen, sagt Erster Stadtrat Michael Schüßler (FDP), die Aufenthaltqualität solle hoch sein. „Wir definieren Gelingensfaktoren für ein Miteinander, machen aber keine Vorschriften“, erklärte er. Vor allem in punkto Mobilität sollen die Bewohner:innen ein anderes Verhalten an den Tag legen. Heißt: Wenig Individualverkehr, Autos sollen nicht am Straßenrand parken.

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