Bauen im Rhein-Main-Gebiet

Wohnen auf dem Supermarkt

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Mehrere Tausend Wohnungen könnten auf Supermärkten in der Region entstehen. Das teilt der Regionalverband vor dem geplanten Supermarktgipfel mit. Große Pläne gibt es etwa in Frankfurt.

Auf Dächern von Supermärkten im Gebiet des Regionalverbands Frankfurt/Rhein-Main könnten 3000 bis 5000 Wohnungen entstehen. Das geht, wie Regionalverbandsdirektor Thomas Horn (CDU) mitteilt, aus einer Erhebung des Verbands hervor. Im Regionalverbandsgebiet, das von Eppstein bis Langenselbold, Münzenberg bis Groß-Gerau reicht, gebe es etwas mehr als 680 Lebensmittelmärkte. 30 Prozent von diesen seien bereits überbaut, knapp 23 Prozent für eine Aufstockung ungeeignet, 320 Supermärkte kämen aber für eine Überbauung infrage.

Hintergrund der Erhebung ist, dass Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) für Anfang September zu einem „Supermarktgipfel“ einlädt. Er will mit Supermarktbetreibern, Projektentwicklern, Verbänden und Bürgermeistern darüber sprechen, wie sich die Flächen für den Wohnungsbau nutzen lassen.

Regionalverbandsdirektor Horn sagte am Dienstag, angesichts des herrschenden Drucks auf dem Wohnungsmarkt müsse man jeden Weg gehen, um neuen Wohnraum zu schaffen. Die Überbauung von Supermärkten sei zudem gut für eine nachhaltige Stadtentwicklung. Zumal für diese keine zusätzlichen Flächen versiegelt würden.

In Frankfurt entstehen seit Jahren Wohnblocks, in die Supermärkte integriert sind. Lidl baut gerade im Gallus eine neue Filiale, über der 40 Wohnungen Platz finden sollen. Die Römer- Koalition will erreichen, dass Supermärkte generell nicht länger ein- oder zweigeschossig entstehen, sondern gemeinsam mit Wohnungen in mehrgeschossigen Gebäudekomplexen gebaut werden.

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